Dass Haushaltsgeräte von Männern entworfen werden, denen es egal ist, ob in den unzähligen Ritzen und Rillen, die sie mit einbauen, irgendwann mal die Reste eines Mittagessens rausgeputzt werden müssen, das kennen wir Frauen ja schon.

Aber dass sie auch bei Digitalkameras versagen, das verwirrt mich nun doch.

Meine erste Digicam war eine Casio QV 3500 EX. Schweineteuer damals. Aber ich musste sie haben. Sie war auch ganz OK, nur doch ziemlich schwer und klobig. Nix mit Schnappschüssen oder so.

Und weil ich mit Casio nicht unzufrieden war, gönnte ich mir Anfang des Jahres eine Casio Exilim EX Z600. Für Schnappschüsse ist die Kamera prima. Sie ist schnell und macht auch ganz gute Fotos. Allerdings kann man Nahaufnahmen oder Macromodus vergessen. Das ist echt Mist. Im Vergleich zu ihrer Vorgängerin verliert sie um Längen. Aber es gibt noch ein paar Macken.

Das Runterladen der Fotos und das Laden des Akkus geht nur und ausschließlich über so eine "Station". So ein Teil, wo man die Kamera reinstellen muss.
Fährt man also in den Urlaub, dann darf man zu den ganzen Ladegeräten für Handy, PPC und sonstwas, auch noch diese unhandliche Ladeschale mitnehmen. Sehr praktisch. :???:

Und dann Aufnahmen mit dem Stativ… Da wird es dann richtig lustig. Um mal eben ein frisch geschossenes Foto am Rechner anzusehen, muss man, um die Ladeschale zum Runterladen nutzen zu können, das Stativ abschrauben. Fummel, fummel. Und danach wieder anschrauben. Und wieder ab und wieder an. Oder gar nicht zwischendurch ansehen. Aber auf dem kleinen Kameradisplay kann man ja nicht wirklich erkennen, wie eine Aufnahme geworden ist.

Also kam mir ein anderer Gedanke: ich nehme die Speicherkarte aus der Kamera und lade über den Kartenleser die Fotos runter. Ja, in der Theorie eine gute Idee. Lediglich bei der Umsetzung hakt es. Das Speicherkartenfach lässt sich nämlich nicht öffnen, wenn das Stativ angebaut ist. Es stören zwar nur Millimeter, aber keine Chance, ohne den Deckel abzubrechen.

Merkt sowas bei Casio keiner? Können die nicht einfach zum Laden irgendwo ein Kabel anschließen, dass sich auch auf Reisen viel einfacher verstauen lässt, als so eine Schale? Und zum Runterladen wäre der Anschluss eines Standard-USB-Kabels echt praktisch gewesen. Das hat doch eh jeder am Rechner hängen. Da hätte man dann auch mit dem Stativanschluss überhaupt keine Probleme.

Bei der nächsten Kamera pass ich aber auf, dass die nicht wieder diese Macken hat. Mal sehen, was die dafür nicht kann.