Sturmtief mit orkanartigen Böen
Seit ein paar Tagen ist es nun schon ganz schön windig. Dazu Regen und relativ milde Temperaturen, richtiges Herbstwetter.
Heute hat sich der Wind mal ganz anders bemerkbar gemacht. Zum ersten nämlich als ich feststellte, dass es in der Wohnung auf einmal so kalt wurde. Dabei ist doch Samstagmorgen Heizzeit meiner Therme.
Ein kurzer Blick auf die Anzeige: blinkt. Urks. Kein gutes Zeichen. Und das am Wochenende. Ich sah mich in dem Moment schon erst mit dem Vermieter und dann mit dem Thermen-Notdienst telefonieren. Also dem Installateur. Tolle Vorstellung.
Nachdem ich die Abdeckung weggeklappt hatte, sah ich, dass ein Ausrufezeichen-Lämpchen an war. Ganz intuitiv drückte ich erst mal das Knöpfchen daneben (so ein Gerät muss ja so für die blöden Anwender gebaut sein, dass man jeden Knopf drücken kann, ohne einen Schaden von mehreren Millionen anzurichten) und wer sagt es denn: ein Programm lief durch und am Ende startete meine Therme wieder. Ein nachträglicher Blick ins Handbuch zeigte dann auch, dass ich genau das richtige getan hatte. Neustart. Tada! Der Wind hatte einfach die Therme "ausgedrückt".
Aber das war noch nicht alles, was der Wind heute hier angestellt hat. Seit der Lampenaktion vor zwei Wochen, hab ich ja noch immer drei Bohrlöcher von der Vorgängerlampe in der Decke gehabt. Nun ist jede Art von Renovierung, auch wenn sie nur das kleinste Ausmaß hat, mir ein Grauen. Da hab ich wenig von meiner Omi geerbt. Die nahm sich dann irgendwann Rolle, Pinsel und die Farbe, die noch da war (und das konnte dann auch schon mal himmelblaue Ölfarbe sein) und strich mal eben einen Tag alles, was nicht niet- und nagelfest war und in ihren Augen "schäbig" aussah. Das konnten dann auch schon mal eine Personenwaage (die danach nicht mehr funktionierte) oder die Rolläden von außen (auch keine gute Idee) oder Kühlschranktüren sein. Ob es hinterher wirklich dekorativer war, ist Ansichtssache. Aber für Omi war es damit erledigt.
Ich komme vom Thema ab… Jedenfalls waren da diese Löcher in der Decke über dem Tisch. Und gestern wunderte ich mich, dass auf dem Tisch so viel trockenes, bröseliges Zeugs lag. Wo ich vorgestern erst sauber gemacht hatte. *kopfkratz*
Heute Morgen erlebte ich dann live die Lösung des Rätsels. Obwohl mir das noch immer nicht ganz klar ist. Draußen bließ es auf einmal so richtig los und im gleichen Momente bröselte es von der Decke auf den Tisch. Aus den Löchern. Entweder bedeutet das jetzt, dass das Haus durch den Wind bewegt wird oder da passiert irgendwas durch den Luftdruck oder die Löcher gehen bis in den Dachboden über mir und da fuhrwerkt der Wind ganz ordentlich rum.
Jedenfalls war das der Startschuss, um mit einem bisschen Kleister drei kleine Stückchen Tapete auf die Decke zu bappen. Und Farbe ist auch schon drauf. Erledigt. Ein gutes Gefühl, wenn man wieder ohne schlechtes Gewissen an die Decke gucken kann.
Manchmal muss man zu seinem Glück gezwungen werden.
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Samstag, 26. Januar 2008, 13:25 Uhr |
kobalt |
Allgemein, Tagesschau |



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