Fortbildung de luxe
Also das war ja doch irgendwie komisch für eine wissenschaftliche Fortbildung heute. Ich hab da ja schon so Einiges durch an Veranstaltungsorten (von Vorlesungssälen in Unis bis zu Luxushotels), aber heute, der war doch ungewöhnlich.
Wir waren in einem Designer-Hotel. Alles sehr edel, Lounge-Atmosphäre. Überall indirekte Beleuchtung, chillige Musik, kuschelige Sitzmöglichkeiten. Die Fahrstühle (hab so Muskelkater, Treppe ging nicht) hatten gedämpftes, bläuliches Licht. Ich musste schon sehr genau hinsehen, um die richtige Etage zu treffen. Und im Spiegel möchte man sich in solchem Licht auch nicht sehen.
Die Toilettentüren waren aus semitransparentem Glas, wo man raus, aber nicht reingucken konnte. Der skeptische Benutzer guckt vielleicht vorher doch noch mal nach.
Unsere Veranstaltung fand im “Cinema” statt. Der Raum war wie ein Kino nach hinten erhöht. Aber man hatte keine Kinositze, sondern so sofaartige Nischen. Immer für zwei Leute, dann kam eine “Lehne” dazwischen, die kuhfellartig bezogen war. Meine Handyfotos sind leider nichts geworden, weil es einfach zu düster war dort. Also kuschelig gedimmt, meine ich.
Da ich die Frau, die sich das Sofa mit mir teilte, aber nicht kannte, hab ich mich an meine Außenlehne gekuschelt.
Es war ja ganz nett, aber so ein bisschen hatte ich doch das Gefühl im falschen Film zu sein. Draußen schien dann wieder die Sonne und das richtige Leben hatte mich wieder.
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Mittwoch, 23. April 2008, 17:24 Uhr |
kobalt |
Allgemein, Tagesschau |



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