Ich bin ein Tracki
Ein waaas?
Meine Vorliebe für Männerspielzeug ist ja bekannt. Und ein glücklicher Zufall hat mich dann dazu gebracht, mir endlich etwas zu kaufen, das schon seit bestimmt einem Jahr auf meinem Amazon-Wunschzettel dümpelt. Zwar von einem anderen Hersteller, aber im Grunde schon das gleiche, nämlich ein GPS-Tracker. Genau genommen ein GPS-Empfänger inklusive Datenlogger. Also ganz genau das hier, den Wintec WBT 201:
Und was der genau macht ist Folgendes: Er loggt den aktuellen Standort. In welchem Intervall kann man einstellen. Oder von der Fortbewegungsgeschwindigkeit abhängig machen. Einstellen kann man sowieso ganz viel, aber wenn man die Voreinstellungen benutzt, macht man auch nichts falsch.
Die technischen Details spare ich mir, die kann man in dem Link nachlesen.
Wozu braucht man das? Man kann das Teil z.B. auf einer Fahrradtour mit sich führen und der Verwandtschaft dann ganz genau zeigen, wo man war. Man kann sogar auslesen, wann und wo man wie schnell war. Oder wie hoch. Und den Track kann man sich dann beispielsweise in Google Maps anzeigen lassen, wie hier.
Oder, und dafür hatte ich es mir eigentlich ausgeguckt, man geotaggt seine Fotos.
Wenn man mit der Digiknipse Fotos macht, haben die ja ein Exif integriert. Und dann kann man anhand des Datums und der Uhrzeit mit dem Tracker abgleichen, wo man die Fotos aufgenommen hat. Sollten Kamera und Logger nicht zeitgleich gehen, kann man das in der Software noch abgleichen.
Die Längen- und Breitengrade werden dann auch im Exif hinterlegt und gehören so mit zum Foto. Daraus kann man dann z.B. für Google Earth oder Maps Karten erstellen. Wie z.B. hier.
Mir fallen bestimmt im Laufe der Zeit noch etliche Möglichkeiten ein, das Ding zu nutzen. Jedenfalls bin ich ziemlich begeistert davon, wie gut das klappt.
Der Tracker ist etwa streichholzschachtelgroß und muss keinen “Sichtkontakt” zum Himmel haben. Im Urlaub war er immer im Rucksack. Der Akku hält gut durch, einen 10-Stunden-Tag hat er locker mitgemacht. Geladen werden kann er über USB, bzw. über den Adapter am Zigarettenanzünder im Auto oder an einer Steckdose.
Nicht vergessen darf man, dass man sich über Bluetooth z.B. auch mit einem Pocket PC verbinden kann, für den er als normaler GPS-Empfänger dient.
Wir haben bei der Arbeit TomTom mit einer SiRF-GPS-Maus laufen und hatten im Vergleich mit dem Wintec Empfänger wesentlich bessere Ergebnisse, was bekannte Standorte betrifft. Außerdem darf die SiRF-Maus niemals nicht den Himmel verlieren, dann ist Ende.
Um Strom zu sparen, kann man Bluetooth aus stellen, wenn man es nicht braucht. Die Bedienung ist überhaupt kinderleicht. Zwei Knöpfe reichen, man muss ja nicht viel machen. An und aus, Bluetooth an und aus, neuen Track beginnen, einen markanten Punkt markieren. Ich glaube, das war es schon.
Einen Schwachpunkt hat das Gadget aber dann doch: die Software. Man kann sich dran gewöhnen, aber schön ist was Anderes. Und da ich das auch in diversen Foren und Blogs gelesen habe, bin ich wohl nicht einfach nur zu blond. Es ist nicht so, dass man gar nicht damit zurecht kommt, aber man muss sich ein bisschen reinfummeln. Gewöhnungsbedürftig.
Trotzdem bin ich absolut zufrieden und habe am Gerät selber überhaupt nichts auszusetzen. 1A!
0 comments
Mittwoch, 11. Juni 2008, 20:35 Uhr |
kobalt |
Allgemein, Technikecke |



Noch kein Kommentar.