Als ich vor dem Krieg vielen Jahren mit dem Außendienst anfing, waren die Zeiten noch anders.

Damals machte man sich mit den Shell-Atlas und diversen topographischen Karten auf dem Beifahrersitz auf den Weg. Zwischendurch musste man öfter mal anhalten und sich anhand des Kartenmaterials orientieren.
Ich jedenfalls, ich habe nämlich eine Orientierung wie ein Brot.
Das war schon ganz schön aufregend.
Kannte ich die Tour dann irgendwann, konnte ich mich an verschiedenen Objekten orientieren. Irgendetwas, was ich wiedererkannte. Trotz allem war so ein Tag ziemlich anstrengend.

Toll wurde es dann, als ich für meinen Pocket PC TomTom (5?) hatte. Da konnte man sich dann schon richtig von Ort zu Ort navigieren lassen. Vorher konnte man seine Route zusammenstellen, die dann nur noch abgefahren wurde. Was für eine Erleichterung!
Einziges Manko: unsere Messstellen liegen nicht im Ort, irgendwo in der Pampa und Straßennamen sind da Fehlanzeige. Aber von dort aus fand man sich dann einigermaßen zurecht und zum Kartenwälzen war das schon mal ein Quantensprung.

Und dieses Mal hatte ich dann mit meiner neuen Uschi und Google Maps den nächsten Quantensprung.
Die Tour am “großen” Rechner zu erstellen ist sowieso schon mal toll. Besonders wenn man für viele Tage vorplant. Das ist einfach komfortabler, als auf dem PPC oder der Uschi rumzutippen.
Also wird mit Google Maps die Route erstellt und die Zielpunkte werden mit der Maus einfach an die richtige Stelle gezogen. Da hin, wo die Messstelle ist.
Hat man die Route fertig gestellt, kopiert man sich die URL zur Route und wandelt auf houghi.org die Route zur ITN-Datei um, die die Uschi frisst.
Und dann fährt man mit Uschi wirklich von einer Messstelle zur nächsten. Ganz entspannt.
Alternativ kann man auch das Programm Tyre benutzen. Das hat dann Google Maps inside und kann auch direkt als ITN abspeichern. Genau so gut.

Der Unterschied zu früher ist, dass ich heute im Blindflug unterwegs bin. Da wo ich mich nicht so gut auskenne, weiß ich auch nicht, wo ich grade bin. Ich komme vielleicht in eine Ortschaft auf einer anderen Straße rein und erkenne den Ort nicht wieder.
Dafür war es früher eine Katastrophe, wenn eine Straße gesperrt war und ich eine Umleitung fahren musste. Dann wieder auf den alten Weg zu finden…

Ich finde die Technik echt klasse. Das Fahren ist so stressfrei geworden. Nur eins stört mich doch noch. Ich würde der Uschi gerne sagen können, dass ich nur Straßen befahren möchte, wo zwei Autos bequem nebeneinander Platz haben. Immer diese Grünstreifenhopserei.