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Behörden geht man aus dem Weg, so gut man kann, oder?

Ende April habe ich ja ein Gewerbe angemeldet. Das war schon nicht problemlos. Beim ersten Versuch habe ich es geschafft genau an dem Tag dort aufzuschlagen, als Amtausflug war. Bingo!
Der zweite Versuch war erfolgreicher, aber auch eher Note 3. Ich stand vor verschlossener (1.), verschlossener (2.), verschlossener (3.) Tür. An der vierten Tür hatte ich dann endlich Glück. Allerdings sagte die Dame mir gleich, dass das nur was mit uns wird, wenn ich passendes Geld hätte. Hätte ich es nicht gehabt, wäre ich noch mal losgegangen und hätte irgendwo gewechselt.

Mitte Juni fragte ich dann mal beim Finanzamt nach, ob da nicht mal was kommen müsse. Ich wartete ja noch auf meine Steuernummer. Ja, nee, also das würde schon dauern, bis sie sich melden würden, aber wenn ich es so eilig hätte, würden sie das jetzt mal an mich raus schicken. Öhö.
Ich habe den Bogen dann auch flugs ausgefüllt und persönlich in den Briefkasten des Finanzamts gesteckt. Am 18.06.

Heute bekomme ich Post, dass ich den Fragebogen noch immer nicht beantwortet hätte, ich hätte jetzt noch eine Frist bis zum 08.08., danach würde man “nach Aktenlage” entscheiden. Was das nun heißt, möchte ich gar nicht wissen.

Tja, liebe Finanzämtler, den Fragebogen habt ihr wohl bei euch verschlampt. Ist ja grade Urlaubszeit, da kann mal hier oder da was auf dem Tisch liegen bleiben. Dass ich ihn persönlich eingeworfen habe, daran erinnern mich noch immer die hässlichen weißen Narben an meinem ansonsten gebräuntem Bein. Die ich mir auf eurem Grundstück zugezogen habe, als ich unsanft vom Fahrrad abgestiegen bin. Aber beweisen kann ich das natürlich nicht.

Werde am Montag mal anrufen. Den Antrag hab ich zwar eingescannt, aber es wird bestimmt nicht reichen, wenn ich ihn ausdrucke und unterschreibe. Sicherlich muss ich noch mal den Originalen ausfüllen. Und dann heißt es Daumen drücken, dass er am richtigen Ort landet. Sonst Aktenlage. Surprise

Übrigens arbeite ich auch bei einer Behörde. Big Grin