So ein Tag Symposium ist anstrengend, weil man das Rumsitzen und Zuhören nicht gewöhnt ist. Heißt das gewohnt oder gewöhnt? Und mich auf den Link beziehend möchte ich betonen: es nennt sich wirklich Symposium, aber wir haben definitiv keinen einzigen Schluck Wein getrunken und gemütlich ist das in so einem Hörsaal auch eher weniger. Was weiß ich, wer sich die wichtigen Namen ausdenkt. Der sollte vorher mal im Wiki nachschlagen.

Es wird nicht einfacher, wenn den ganzen Tag Englisch gesprochen wird.

Und überhaupt nicht einfacher wird es dann, wenn osteuropäische Muttersprachler stockend Englisch sprechen. Manchmal saß ich da und fragte mich, in welcher Sprache das grade da vorne abging. Zum Glück ging es nicht nur mir so.

Ein bisschen lustig ist es, wenn die Deutschen dann zwischendurch mal auf deutsche Wörter zurückgreifen. Oder so falsch Englisch sprechen, dass ich denken, dass ich den Vortrag auch hätte halten können.

Um nach 18 Uhr ist Weimar schon so dunkel, dass man keine Fotos mehr machen kann.

Dafür wird Weimar mir als Stadt der plärrenden Kinder in Erinnerung bleiben. Überall Geheule, Geschrei, Hysterie. Ich glaube, es ist gut, dass ich mich aus dem Kinderkriegen rausgehalten habe. Für beide Seiten.

Das Schiller-Museum sollte man nicht für Dienstag einplanen. Da haben die nämlich Ruhetag. Und nach 18 Uhr ist sowieso zu. Also für Symposianten eigentlich ausgeschlossen.

Aber wenn man Zeit hätte und nicht so geschafft wär, dann wäre Weimar bestimmt schön. Mal sehen, ob ich nicht noch irgendwas von Goethe oder Schiller zu sehen bekomme. Die Fürstengruft ist ja auch nur bis 18 Uhr offen. Dabei fand ich das mit dem Schiller-Schädel so spannend. Zufällig hatte ich die MDR-Reportage über die Untersuchung gesehen.

Sag ich doch, dass Dienstreisen kein Urlaub sind.