Dezember 2008

Er rennt wieder

Als nachträgliches Weihnachtsgeschenk hab ich meinem kleinen Auto heute ganz spontan eine neue Batterie gegönnt. Er hat – ganz im Gegenteil zu mir – nur noch ganz wenig gehustet.

Und neue Starthilfekabel hab ich mir dann noch geschenkt, denn meine waren auf wundersame Weise verschwunden. Nun muss sich das Chaos unter der wunderbaren Kofferraumabdeckung erst mal organisieren, bis ich wieder eine ebene Fläche habe.

Die Batteriesache musste heute noch schnell sein, dann am Freitagmorgen muss ich wieder in den Außendienst in einen Zipfel von Niedersachsen. Und das wäre bestimmt spaßig gewesen, wenn ich dem ADAC mitgeteilt hätte, dass sie aber bloß nicht mit dem großen Abschleppwagen kommen sollen, weil der doch auf dem Deich gar nicht drehen kann.

Ich hör sie schon in den Startlöchern kratzen…

…die Abmahnanwälte

Ab dem 1.1.2009 tritt die 5. Novelle der Verpackungsverordnung in Kraft.
Das bedeutet grob gesagt, dass jeder gewerbliche Händler lizensiertes Verpackungsmaterial verwenden oder es selbst lizensieren muss. Jeder ohne Ausnahme. So soll sichergestellt werden, dass nur noch Verpackungsmaterial in Umlauf gelangt, das bei einem Anbieter des dualen Systems registriert ist. Übrigens gilt das z.B. auch für das verwendete Klebeband oder für als Füllmaterial verwendetes Zeitungspapier. Muss man doch glatt mal bei der Zeitung nachfragen, ob das Tageblatt als Verpackungsmaterial lizenziert ist.

Wer das nicht tut, nun ja, man kann es sich vorstellen, oder? Die Aasgeier warten doch bestimmt schon.

Bedeutet für mich, dass ich für meine paar Luftpolstertaschen als günstigste Lösung für 20 € im Jahr (zumindest im Jahr 2009) einen Lizenzvertrag abschließen kann und damit eine Lizenznummer bekomme und das war es dann. Dafür darf ich dann 120 kg Papier/Pappe/Karton oder 22 kg Kunststoff verschicken. Die Mengen sind ein Witz! Mit einem Bruchteil davon würde ich auskommen.

Ach ja, ich darf in meinem Shop dann ein Symbol verwenden, das zeigt, dass ich lizensiert bin. Ich? Also dass ich so eine Nummer habe. Aber ich darf das nur unauffällig zeigen und nicht etwa damit werben.

Muss alles seine Ordnung haben in good old Germany

Schön war es wieder

Weil es doch viele interessiert: Wir werden nicht verhungern müssen über die Weihnachtstage. Nur der Hundi hat diesmal keinen Korb. Scheint ihn aber auch nicht weiter zu stören, er liegt sowieso überall rum. Mit und ohne Korb.

Das Verhungern wäre auch nach dem gestrigen Heiligabend-Essen kaum möglich gewesen. Tobi hat noch den ganzen Abend von den Cheddar-Kartoffelknödeln geschwärmt. Und er hat auch nur zwei Nachtische haben wollen, den zweiten sogar ohne Zimt-Chilli-Kirschen. Es kam nichts auf den Tisch, was uns nicht hervorragend geschmeckt hätte. Danke!

Auch der Hundi hat sich vorbildlich benommen. Während in der Küche gewerkelt wurde, beobachtete er das sehr interessiert, aber aus angemessenem Abstand. Und währen wir die Köstlichkeiten verspachtelten, hat er ein Nickerchen gehalten.

Die Bescherung brachte dann wieder hervor, dass wir uns alle ganz gut kennen und jeder war am Ende zufrieden bis mehr als zufrieden. Ich zum Beispiel. Carla im März ist gesichert. Und außerdem gab es für mich sowas wie den kleinen Physik-Baukasten. Wir werden dem Hundi dann nachher mal die Krallen verkupfern. Big Grin 

Meine Mama bekam erst einen Rosenknast und dann, der Höhepunkt des Abends, Körperteile. Zwei Arme, zwei Hände, einen Torso mit Bein, ein Einzelbein und einen Kopf. Die Schaufensterpuppe wurde erstmal zusammengebaut. Aber so nackig konnte sie da ja nicht stehenbleiben. Also lief meine Mama los, um ihr was zum Anziehen und ein Tuch für den Glatzenkopf zu besorgen.
Sie wurde dann spontan Chantalle getauft. Hundi fand sie irgendwie komisch.

Mein Papa fängt im Frühjahr mit dem Training für die Tour de France an, weil er da ja mangels Mitfahrern, gute Chancen hat. Er hat schon mal eine Anzahlung für sein neues Fahrrad bekommen, plus eines dicken Buchs mit so vielen Seiten, die bestimmt schon gar keiner mehr zählen konnte.

Nun sind wir wieder alle zufrieden und nächstes Jahr machen wir das wieder so. Happy

Das Obligatorische

Weihnachtshundi

Merkwürdigkeiten

Es fing schon beim Frühstück an. Meine Nachbarin hatte mir Anfang Dezember 16 griechische Joghurt geschenkt, weil sie davon noch viel mehr bekommen hatte. Haltbar bis mindestens 22.12. Die sind so langsam für meine Frühstücke draufgegangen. Heute hatte ich noch zwei im Kühlschrank. Hab schon meine Orange kleingeschnibbelt und öffne den vorletzten Joghurt: blau.
Wusste der, dass er heute abgelaufen war? Der letzte war jedenfalls doof und wusste es nicht und war somit genießbar.

Im Urlaub werden keine Wege gescheut und zumindest die kleinen Einkäufe zu Fuß erledigt. Auf dem halben Weg in die Stadt fiel mir dann ein, dass es ratsam gewesen wäre, auch mein Geld einzustecken. Beim zweiten Mal hab ich dann den anderen Weg in die Stadt genommen, damit es nicht so langweilig wird.

Ich hatte heute einen Packen Puma-Socken in der Hand, auf denen stand: wash when dirty
Das hat mich irritiert und zum Nachdenken gebracht. Was meinen die damit? Darf ich die erst waschen, wenn sie richtig schmutzig sind? Oder ist das ein Hinweis, dass sie in der Waschmaschine nicht zu Wolleknubbeln zerfallen? Oder ist das an die Leute gerichtet, die sich nach jedem Tragen neue Socken kaufen würden, wenn man ihnen nicht mitteilen würde, dass man diese Socken waschen kann, wenn sie dreckig sind? Ist dirty nur sichtbar oder auch riechbar? Mir sind die Socken zu kompliziert.
Ich hab sie wieder weggelegt.

Beim Vorbeigehen fiel mein Blick auf einen Kalender mit der Aufschrift: Mit Mondpausen.
Also ich gönne dem guten alten Mond ja auch mal eine Pause, aber ich gehe fest davon aus, dass das Wort Mondpausen durch Mondphasen ersetzt werden muss. Da hat ja wohl einer ganz kräftig gepennt. Oder Pause gemacht.

Und dann kam mir noch eins in den Sinn, nämlich: das ist keine Miele. In dem Moment, wo der Fahrer die angelieferte Waschmaschine ganz allein aus dem LKW hob. Ich hab nämlich eine Miele und um das zu machen, braucht man solche Arme:

2005Mar-AustinTypeTour-032 - Hyde Park Gym Muscle
Creative Commons License photo credit: mrflip

Gewagtes Unterfangen

Eigentlich gehen Tobi und ich für die Wochenenden an denen er bei mir ist, immer gemeinsam einkaufen. Mal schon am Donnerstag vorher in der Mittagspause, mal erst am Samstagnachmittag, wenn er hier ist.

Ganz selten klappt das aber nicht. Weil wir beide vorher frei haben und der Tobi-Anreisetag ein Feiertag ist. Dann erledige ich das meistens. Aber einmal, ein einziges Mal, da hat Tobi den Auftrag bekommen.

Und dann kommt er am Samstagnachmittag hier an, steigt mit Hund, Sack und Pack aus dem Auto, aber leider ohne Einkauf. Der stand 50 km von uns entfernt. Seine Eltern haben sich dann darüber gefreut. Und ich war nur ein ganz klein wenig ungehalten. Angry

Diesmal ist es wieder soweit. Tobi kauft für die Weihnachtstage ein, ich für Silvester. Das ist nur gerechte Aufgabenverteilung.
Den Einkaufszettel haben wir schon zusammen geschrieben. Ans Einkaufen werde ich ihn morgen noch mal erinnern.

Und am 24. werden wir sehen, ob dieses Jahr Weihnachten ganz unter dem Zeichen von Entsagung und Verzicht steht.

Optional gäbe es da noch die Tanke.

Waschtag

Heute war ich im Zoo. Ach nee, in der Waschanlage. Aber das war so ähnlich wie Zoo.
Ich stand “außen vor” und hab gestaunt. Und das kam so:

Mein Auto ist ja tagtäglich auf deutschlands norddeutschlands Straßen unterwegs. Da wird das schon mal ganz schön dreckig, vor allem im Winter. Von innen wie von außen. Und manchmal ist man gezwungen von innen an der Windschutzscheibe rumzuwischen, weil man nix mehr sehen kann. Anschließend kann man noch weniger sehen und das ändert sich auch von allein nicht mehr. Also war es heute soweit. Nachdem ich mein Auto von der Inspektion abgeholt hatte, machte ich mich auf den Weg zur Selbstwaschanlage.

Ich bin ja da nicht so pingelig und vier Euro sollten reichen. Vorwäsche mit dem Hochdruckding, Schaumwäsche mit der Bürste, abspülen mit Hochdruck und die letzte Münze für den Staubsauger.

Schon am Münzautomaten ging es los. Nachdem ich den Automaten mit meinen Euros gefüttert hatte, warf ich einen wirklich schnellen Blick auf die verschiedenen Tasten, welche davon nun für das Ausspucken der Waschmünzen zuständig wäre. Das dauerte dem hinter mir wartenden 18jährigen Pickelgesicht schon zu lange und er rief mir ein “Bestägigen!” zu.
Huch. Ich bin doch gar nicht so ein Techniklegastheniker und hätte es eine Sekunde später sicher auch gesehen. Aber hier ist man ja nicht zum Plaudern, hier wird gearbeitet und das hart und schnell.

Die äußere Reinigung meines Autos brachte ich dann fehlerfrei zustande. Jedenfalls schien keiner in der sich vor meiner Box bildenden Schlange Beanstandungen zu haben. Aber wenn man für jede Waschoption nur 1 € rausrücken will, muss man sowieso im Laufschritt arbeiten. Sonst heißt es nachwerfen. Oder mit schaumigen Auto nach Hause fahren. Das ist wohl mehr was für Regentage.

Anschließend Innenreinigung. Während ich den Saugschlauch von hinten nach vorne und zurück durch mein Auto quälte und aufpassen musste mich nicht darin zu verknoten, gesellte sich ein Profi-Reinigungsteam mit ihrem Auto neben meinen Saugplatz.
Während der ganzen folgenden Prozedur konzentrierte man sich ausschließlich auf seine Arbeit und wechselte nicht ein Wort miteinander. Auf jeden Fall war alles vollkommen eingespielt, jeder wusste wann er was zu tun hatte und es gab einfach nichts zu besprechen.
Sie riss alle Fußmatten aus dem Auto und schlug sie gegen ein für diesen Zweck aufgestelltes Gitter. Bei mir hatte auch kurzes Auswedeln gereicht. Er begann damit das Auto mittels eines Abziehers vorzutrocknen. Nur vorzutrocknen, weil er anschließend die restliche Feuchtigkeit mit einem Tuch abtrocknete. Da fing ich an mich zu fragen, was die wohl machen, wenn die mit ihrem Auto in den Regen kommen.
Während ich damit beschäftigt war meine verschmierte Frontscheibe zu reinigen, bereitete meine Nachbarin das Saugen vor. Sie nahm nicht etwas den Saugrüssel, warf die Münze ein und begann ihre Arbeit. Nein, der Saugrüssel wurde taktisch günstig im Auto positioniert, danach warf sie die Münze ein, um in der gleich Sekunde dem Rüssel ins Auto hinterher zu hechten. Time is money. Nur keine kostbaren Sekunden verschenken, indem man mit dem Schlauch durch die Gegend wandert.
Er fummelte derweil an den Felgen. Keine Ahnung, was man nach der Wäsche an den Felgen fummeln muss. Aber ich bin ja Laie.

Inzwischen war ich mit meiner Auto-Katzenwäsche fertig und wäre vor Begeisterung fast mit offenem Kofferraum von dannen gezogen. Grade noch so gemerkt.

Nächstes Mal fahre ich lieber nicht am Freitagnachmittag, wenn die Wasch-Profis da sind. Ist ja peinlich, wenn man so gar keine Ahnung von dem hat, was man da eigentlich tun müsste. Hier habe ich ganz klare Defizite durch mein Elternhaus. Big Grin

Soll ich?

Herzlich Willkommen.
Schließen Sie die Augen.
Genießen Sie ihr Höhrbuch.

Sagt die nette Dame aus dem Radio zu mir.
Während ich mich mit 73 km/h in die Autoschlange nach Hause eingereiht habe.

Ich glaube, das wäre eine ziemlich blöde Idee gewesen.

Notiz an mich:

Nach dem Fensterputzen die Heizkörper wieder aufdrehen erhöht den Wohlfühlfaktor.

Und ich denk noch: Was ist das kalt heute in Deutschland.

Zeit im Überfluss

Was stellt ihr mit der geschenkten Zeit vor Silvester an?

Eigentlich ist das ja blöd. Nach Silvester könnte man noch einen Sekt extra trinken, sich mit einem Berliner mehr bekleckern, eine Rakete mehr dem Nachbarn aufs Dach schießen oder sich noch ein wenig länger vor lallenden, wankenden Mitfeierern retten, die einem unbedingt einen sabberigen Kuss zum neuen Jahr aufdrücken wollen.

Aber vorher, da kann man doch nur abwarten, dass es endlich Neujahr wird. Das ist doch echt verschwendete Zeit.
Oder was macht ihr um 23:59:59 Uhr normalerweise?

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