2:1
7,9 km, 1:27 Stunden Bewegungszeit
Das Wetter war schlecht. Es hatte immer wieder geregnet.
Na und? Wir haben nun mal nicht so viel Zeit und wie sagt man immer so schön: Es gibt kein schlechtes Wetter, nur falsche Kleidung. Klar! Geocachen war angesagt.
Die Ausrüstung wird ständig erweitert. Diesmal hatten wir schon Ersatzschuhe für die Rückfahrt dabei. Das erwies sich als ungemein klug, denn “so” hätte ich mich nicht in mein Auto gesetzt. Feuchte Tücher und eine Kleiderbürste werden folgen.
Irgendwie stand der Beginn unter keinem guten Stern. Wir hatten uns die Caches rausgesucht, aufs GPS-Gerät übertragen, die Beschreibungen ausgedruckt, die Ausrüstung zusammengetragen, uns umgezogen (diesmal schon mit ollen Klamotten) und waren gestartet.
Am ersten Cache, der sich nicht gleich zeigen wollte, wollten wir noch mal einen Blick auf die Beschreibung werfen und mussten feststellen, dass wir sie zu Hause liegengelassen hatten. ![]()
Für die beiden ersten Caches wäre das wohl noch machbar gewesen, für den letzten jedoch absolut nicht. Die ersten waren nämlich sog. Tradis, Caches bei denen man den Cache an der angegebenen Koordinate findet, die man auf dem Gerät hat. Der letzte Cache jedoch war ein Multi, der aus mehreren Stationen besteht. Dazu später, aber auf jeden Fall lief da nichts ohne Beschreibung. Mist. Zurück nach Hause.
Anlauf Nr. 2 endete ein paar Kilometer entfernt an einer Ampel, als Tobi feststellte, dass er nur zwei Cachebeschreibungen in der Hand hielt. Und ratet mal, welche fehlte… Wendung… Der Ausdruck lag noch auf dem Drucker.
Nun aber. Cache 1+2 waren recht schnell gefunden, jeder fand einen, was natürlich psychologisch ungeheuer wichtig ist.
Dann ging es an den Multi 3. Der Startpunkt war angegeben und dann wurde es wirklich zur Schnitzeljagd.
Wir mussten Steine zählen, an der nächsten Station eine Stundenzahl von einem Schild abschreiben, dann eine Telefonnummer notieren, eine Absperrung suchen usw. Am Ende wurde aus den ganzen Zahlen die Koordinate des Finals (der Stelle, wo der eigentliche Cache liegt) errechnet.
Dort krochen wir durchs Unterholz, zeigten vollen Einsatz. Tobi horchte sogar beim vergeblichen, verzweifelten Versuch Körper und Schwerpunkt wieder in ein ausgewogenens Verhältnis zu bringen, dies aber auf der Eisfläche unmöglich war, Bruchteile von Sekunden am Waldboden und guckte sich das Ganze von ganz unten an. Erfolglos.
Die olle Bierdose, die die Cacheposition markieren sollte, blieb unentdeckt und da es langsam dunkelte, räumten wir erschöpft, aber dennoch sehr zufrieden das Feld. Wir haben die Koodinaten, wir kommen bei besserem Wetter wieder! Und der Cache wird online beobachtet. Mal sehen, was die nächsten Sucher dazu schreiben.
Blöd war dann, dass der Chinese, vor dem wir geparkt hatten und auf dessen Speisekarte wir uns auf dem zurückzulegenden und nicht unerheblichen Rückweg schon mental eingestellt hatten, hatte keinen Platz mehr für uns. Dabei hatte Tobi schon seine sauberen Schuhe an und ich hatte mich leidlich geputzt.
Also ging die Rückfahrt über Real und endete mit Marzipaneis nach dem Abendbrot. Also das hatten wir uns wirklich verdient!
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4 comments
Sonntag, 22. Februar 2009, 8:39 Uhr |
kobalt |
Allgemein, Geocachen |



Hallo Aqua, das hört sich so super an
vielleicht solltet Ihr Erbsenhirn abrichten, wie ein kleines Trüffelschwein
Ich wünsche Euch weiter viel Spaß dabei
Liebe Grüße datt Tomcatty
Das hab ich ja auch schon gesagt. Erbsenhirn muss auf Papier und Kugelschreiber abgerichtet werden, denn da sind ja immer die kleinen Logbüchlein drin.
Aber dann würde sich die Langhaardiva ja schlimmer dreckig machen als wir und ich hab das Trüffelschwein dann aufm Sofa.
Ich wäge noch ab…
Hundehütte
Dann weint Tobi.