Wochenende, Regen, Erkältung. Toll!

Samstag hab ich Tobi lieber allein Wii spielen lassen und hab mich aufs Sofa verkrochen und ein bisschen gejammert. Wir wollten doch geocachen, stattdessen lief die Nase wie verrückt und auch sonst war ich nicht zu gebrauchen.

Und weil ich so enttäuscht war, dass der Tag total verschenkt war, haben wir abends noch angefangen ein paar Mystery-Caches zu beginnen. Da muss man sich die Koordinaten mit Gehirn auf diverse Art erarbeiten. Eine Erkältung ist da schon mal eine besonders gute Voraussetzung Rolling Eyes, aber der Ehrgeiz war vorhanden.

Erst mal was mit Morsen. Kennt das noch einer? Langes und kurzes Piepen, was dann was bedeutet? OK, wir waren da nun auch nicht die Profis, aber Internet sei Dank, hatten wir die Aufgabe sogar recht schnell gelöst. Einer hat den Code geschrieben und einer hat ihn dann wieder decodiert und in Lesbares umgewandelt. Das ging ja gut, wir waren angefixt!

Dann sollten Koordinaten in zwei Bildern gefunden werden. Ja sind wir gut oder was? Eine Leichtigkeit. Jedenfalls das eine für Tobi und das andere für mich. Kann man bei zwei Leuten schon von Schwarmintelligenz reden? Fertig, nächstes.

Nun ging es um Sternbilder. Ein Sternbild wurde mit Koordinaten dargestellt, aber einer der Sterne fehlte. Und diese Koordinaten mussten ermittelt werden. Ich habe nach bestimmt 20 Jahren mal wieder mein Geodreieck vorgeholt. Ob wir auch Astonome sind, wird sich zeigen, wenn wir uns auf den Weg zum fehlenden Stern machen.

Zum Schluss hatten wir dann das Sahnestückchen des Abends. Wieder morsen, weil wir das ja schon “konnten”. *hüstel* Upsa, das war ja schnell diesmal. Aber da wir uns sowieso eines Tricks bedient hatten, um kurz und lang und Pausen zu erkennen, war das nicht mal so das Problem. Nachdem wir erst mal mit ein paar Wörtern angefangen und diese decodiert hatten, standen wir vor einem neuen Rätsel, denn unser Text lautete so ungefähr KUDSD ZDSNK SALEN ORDWF oder vielleicht auch DBALI JUFWM PVXQJ ZHGAN oder so ähnlich. Wir hatten eine Ahnung, aber noch nicht die richtigen Hilfsmittel.
Erschöpft gingen wir erst mal ins Bett.

Am nächsten Morgen, noch immer verschnupft, aber da war noch dieses ungelöste Rätsel, was mir keine Ruhe ließ. Also Hilfsmittel ergooglet, probiert, noch mal, was anderes und… Bingo! Das sah nach was aus. Und plötzlich sah das sogar nach was aus, was uns ziemlich bekannt war. Denn so ganz ohne Geozeugs kommt man sogar nicht bei unserer Arbeit aus. Nur leider muss ich zugeben, dass mir dieser Geodäsiekram so gar nicht schmeckt. Keine einfache Materie. Aber Koordinaten hin oder her, ein Blick in Google Earth zeigte uns, dass wir goldrichtig lagen. Das musste der richtige Punkt sein.

Und den haben wir uns dann auch noch geholt am Sonntag. Und drei andere Caches auf dem Weg haben wir auch noch mitgenommen. Allerdings sind wir alle mit dem Auto angefahren und waren nur ein Stündchen unterwegs.

Ich will nicht verschweigen, dass Tobi diesmal die 100 %ige Trefferquote hatte. Aber nur deshalb,
weil er mir beim ersten Cache das GPS-Gerät in die Hand gedrückt hat, um mich abzulenken,
mich beim zweiten Cache in den Matsch geschickt (“noch fünf Meter in diese Richtung!”) und ihn sich dann gemütlich von der Straße aus abgegriffen hat
mir beim dritten Cache glatt den Weg abgeschnitten hat und vorgelaufen ist (und ich war ja krank)
und ich den vierten Cache doof fand und den gar nicht finden wollte.

Lustig war es trotzdem. Happy 

Und ich freue mich auf den Sommer, wenn man mal ohne Schlammschicht nach Hause kommt. Tobi unkte da was von Zecken und Mücken. Pessimist. Tongue