April 2009
Monthly Archive
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Dass ich im Außendienst über das ein oder andere Tier stolpere (nie werde ich den Augenblick vergessen, als ein paar Meter vor mir der Kormoran aus dem Schilf hochflog und mir bald das Herz stehengeblieben ist), ist ja nichts Neues. Reiher, Störche in schwarz oder weiß, Hirsch, Wildschweine, sogar eine Schlange war dabei. Eben alles, was so in Wald und Flur rumkreucht und fleucht.
Aber heute habe ich ein armes Reh in die Elbe gejagt. Unabsichtlich natürlich. Und es hat mir soooo leid getan. Wir standen plötzlich voreinander und nachdem wir uns beide verdutzt angesehen hatten, zog es vor, zur Seite auszubrechen. Da war nur leider rechts und links Wasser. Dahinter auch, weil wir auf einer Buhne waren.
Ich habe aber grade nachgelesen, dass Rehe sehr wohl schwimmen können. Und ich habe auch gesehen, dass es wieder an Land gekommen ist.
Da sind wir beide noch mal mit den Schrecken davon gekommen. Einer nass und einer trocken.
0 comments Mittwoch 29 Apr 2009 | kobalt | Allgemein, Foto, Tagesschau
Heute beim Auffrischungskurs für Ersthelfer meinte der Ausbilder, dass man ja als Ersthelfer nicht den Tod eines Menschen feststellen dürfte oder könnte. Aber wenn er zwischen Atemspende und Herzdruckmassage zwei Schritte zurücklegen müsste, dann wäre der Fall für ihn doch recht deutlich. Böse! ![]()
1 comment Montag 27 Apr 2009 | kobalt | Allgemein, Tagesschau
und wieder ganz nach unten.
Das war gestern. Da war nämlich der 3. Uelzener Geocacher-Stammtisch. Etwa 40 Geocacher trafen sich bei herrlichstem Wetter im Lokal eines Fußballplatzes um fachzusimpeln, sich auszutauschen, das Gesicht zum Nick kennenzulernen, Spaß zu haben und auch um zu klettern.
Ein Gerüst auf dem Gelände durfte beklettert werden von denen, die Lust dazu hatten. Die Barumer stellten ihre Kletterausrüstung zur Verfügung und erklärten stundenlang und immer wieder worauf zu achten und was zu machen war.
Tobi und ich haben uns das erst mal genau angesehen und dann wollten wir auch. Und das sah dann so aus:
Jedenfalls war es total klasse und ich glaube, wir waren nicht zum letzten Mal irgendwo ganz oben.
Danke noch mal an die Macher.
2 comments Sonntag 26 Apr 2009 | kobalt | Foto, Geocachen
Letzte Woche bin ich in Lüneburg vier Mal an einem Schuhgeschäft vorbei. Und jedes Mal fiel mir im Schaufenster ein Paar Schuhe auf, das mich magisch anzog. Genau mein Ding.
Beim vierten Mal habe ich dann endlich kapiert, dass das genau die Schuhe sind, die ich mir vor ein paar Wochen gekauft hatte und die noch niegelnagelneu in meinem Schuhschrank stehen. Das passt dann ja.
4 comments Freitag 24 Apr 2009 | kobalt | Allgemein, Tagesschau
Ich und die Telekommunikatiosfirmen. Warum mögen die mich nur nicht? Ich bezahle immer brav, aber bekomme immer Nackenschläge. Grade wieder bei Blau.
Ich habe zwei Blau-SIM-Karten. Eine schon länger fürs Notebook, eine ganz neu fürs Handy. Die war noch gar nicht aktiviert. Aber die fürs Notebook nutze ich seit Mitte März. Mit Daten-Flatrate. Bis dahin war alles gut. Aber weil ich die Flatrate nur für diesen einen Monat gebraucht hatte, hab ich sie wieder abbestellt. Und zu dem Zeitpunkt fing alles an.
Mein Guthaben auf der Karte betrug 10,20 €. Am Osterwochenende aber plötzlich nur noch 9,20 €. Ohne dass ich lt. Einzelverbindungsnachweis Kosten verursacht hätte. Übers Kontaktformular geschrieben… keine Reaktion. Am Mittwoch nach Ostern war der Betrag dann auf 6,20 € geschrumpft.
Da war ich dann doch langsam sauer und wählt die kostenpflichtige Hotline. Komisch, Systemfehler, blabla, wird heute noch wieder drauf gebucht.
Freitag betrug mein Guthaben dann noch 4,20 €. Weiterer Anruf. Beim ersten Mal wurde ich nach der Schilderung meines Problems rausgeschmissen. Beim zweiten Mal war jemand in der Leitung, drückte mich aber sofort wieder weg. Beim dritten Mal bekam dann der Mitarbeiter meinen Unwillen zu spüren. Also irgendwann ist Schluss mit lustig, oder? Ich bezahle schließlich für die Hotline, auch wenn keiner mit mir sprechen will. Er versprach Klärung. Abwarten…
Samstagabend, wer hätte damit noch gerechnet, war mein Guthabenstand 10,20 €, alles wird gut. Fehler können ja mal passieren.
Da mein alter Mobilfunkvertrag ausläuft und ich bei Blau schon die zweite SIM als Ersatz bestellt hatte, wurde diese nun aktiviert, das 1 GB Datenpaket gebucht und gleich mal das Konto aufgefüllt. Stand 15,10 €. Samstagabend. 6 SMS a 0,09 € = 0,54 € wurden verschickt.
Sonntagmorgen Kontrolle des Guthabens der neuen Karte: 13,56 €. Blutdruckanstieg! 1 € war verschwunden. Von der neuen Karte.
Also wurde wieder das Kontaktformular bemüht und gleichzeitig darauf hingewiesen, dass ich den gleichen Text noch mal per Brief schicken würde “falls das Kontaktformular mal wieder verschwunden gehen sollte”. Sonntags kann man bei Blau nämlich nicht anrufen. Was in diesem Moment wahrscheinlich auch für alle Beteiligten besser war.
Eine Stunde später war der Euro wieder da. Wie von Geisterhand. 14,56 € Kontostand.
Wollen die mich verarschen? Verarschen die nur mich oder alle ihre Kunden? Muss ich jetzt jeden Tag meinen Kontostand dort kontrollieren? Leihen die sich hier und da einen Euro, um davon bei Pizza Joey zu bestellen und das am nächsten Tag wiederzugeben? Und ein paar Worte oder irgendeine Reaktion auf so eine Aktion wären auch mal ganz nett.
Ich führe jetzt Buch! ![]()
4 comments Sonntag 19 Apr 2009 | kobalt | Allgemein, Tagesschau, Technikecke
Ostern hat gehalten, was die Meteorologen versprochen haben: Dauersonnenschein.
Und für uns war es ein langes Wochenende, das mit Action gefüllt werden sollte. Donnerstag bis Dienstag Montag geocachen.
Wir haben viele Kilometer unter die Füße gebracht, die nach dem zweiten Tag auch teilweise nicht mehr so gut aussahen (also die Füße). Was uns aber nicht davon abgehalten hat, am nächsten Tag wieder frohen Mutes aufzubrechen.
Wochenendsplitter:
Bei Regen wird man zwar nass und matschig, aber auch bei trockenem Wetter ist die Dusche abends ein Highlight und die Klamotten sind nicht viel weniger dreckig. Ebenso wie das Auto, wenn es auch nur minimal benutzt wird.
Die Brennnesseln sind noch nicht so hoch, dass sie gefährlich werden, aber man greift schon mal gern in Brombeeren oder wird von anderem Dornengestrüpp festgehalten. Oder waren es Stacheln? Wer weiß das schon. Es hat Spuren hinterlassen.
Traue keiner Terrain-Beschreibung, sei ständig voll ausgerüstet unterwegs. Inklusive Boot Hose hochkrempeln und Kletterausrüstung guten Schuhen. Und vor allem: Kugelschreiber immer am Mann.
Lesen, noch mal lesen, genau lesen. Dann losgehen. Spart viele Kilometer. Und zum Schluss noch mal lesen.
Bei mir zu Hause kenn ich alles? Von wegen. Da gibt es Stellen, von denen hätte man nicht mal was geahnt, wenn man nicht mit dem GPS-Receiver hingeführt worden wäre. Verwunschenste Eckchen.
Die kürzeste Strecke zwischen zwei Punkten ist eine Gerade. Aber die grade Strecke ist zu 95% nicht die schnellste, geschweige denn die einfachste. Und in Treckerspuren läuft es sich echt schlecht.
Auch im Flachland schafft man Höhenmeter, man muss nur oft genug rauf und runter, rauf und runter, rauf und runter.
Irgendwie kurios mitten im Wald auf einem Baumstumpf zu sitzen und mit dem Handy im Internet zu surfen. Aber wenn es dem Weiterkommen dient…
Die Ausrüstung ist nahezu perfekt, manche Aufgaben kann man einfach nicht ahnen und muss improvisieren.
Und so war es in Bildern:
Mehr gibt es bei Flickr zu sehen.
1 comment Freitag 17 Apr 2009 | kobalt | Allgemein, Foto, Geocachen
Die Sonne guckt grade so raus und schon wird meine Sportstunde nach draußen verlegt. Wie lange hab ich da jetzt drauf gewartet.
Das Rad wird ein bisschen abgestaubt, die Reifen aufgepumpt und los geht es. So sehr hat die Kondition nicht mal gelitten und auch am zweiten Tag tut der Hintern nicht so weh, dass ich an Pause denke. Und auch andere Dinge sind wie immer.
Die lieben Mit-Verkehrsteilnehmer. Also Radfahren ist auf jeden Fall gefährlicher als Autofahren. Man ist an allem viel dichter dran, kein Blech und Kunststoff dazwischen und man muss viel mehr reagieren. Autofahren ist vorhersehbarer, Radfahren ist Abenteuer.
Ich bin meistens nicht allzu langsam unterwegs und kündige mich dem vor mir mittels Klingel an. Und schon wird es spannend. Wie reagiert das vor mir. Schön wär es, wenn Radfahrer oder Fußgänger einfach ein wenig nach rechts ausweichen würden, um mir damit anzuzeigen: ich habe dich gehört und mache Platz.
Aber dieses Verhalten ist eine Rarität. Da geht es von umdrehen (und dabei nach links lenken), über absteigen (das sind die, die sowieso mit einer Geschwindigkeit unterwegs sind, dass man sich wundert, dass sie nicht umfallen – gutes Gleichgewicht!) bis zu links rüber fahren. Frag mich dann immer ob die in einem Linksverkehr-Land aufgewachsen sind. Rechts überhole ich nur sehr ungerne. Könnte ja doch sein, dass sie auf einmal merken, dass wir Rechtsverkehr haben und auf einmal rüber ziehen. Oder was es auch gibt ist gar nicht reagieren. Entweder bis ich klingle und schreie oder einfach vorbei ziehe. Dabei erschrecken sie sich dann und fallen fast vom Rad. ![]()
Immer wieder spaßig sind frei laufende Hunde. Man weiß nie was sie tun und sie gehorchen nicht, auch wenn der Besitzer das behauptet. Im letzen Jahr hat mich so ein riesen Vieh fast vom Rad geholt. Er war schon mal um die Ecke vorgelaufen, Frauchen kam auf dem Rad hinterher und konnte mich noch nicht sehen. Und wenn so ein Kalb mit Bellen und Knurren auf eine zurast, ist das schon nicht so ein tolles Gefühl. Zum Glück konnte ich irgendwie ausweichen, weiß bis heute nicht wie ich das gemacht habe und bin auf dem Rad geblieben. Jede Oma hätte er platt gemacht. Und vor lauter Schreck (Adrenalin bis oben hin), hab ich das Frauchen böse beschimpft. Puhh. ![]()
Probleme versprechen auch Gruppen von Stöckchenträgerinnen. Die gibt es eigentlich nur weiblich. Hab noch nie einen Mann mit Stöckchen gesehen. Jedenfalls schnattern die so dermaßen, dass sie den Rest der Welt komplett abschalten. Da muss man brüllen. Dann springen sie nach rechts und links auseinander, hüpfen noch mal auf die andere Seite rüber und aufatmen kann man erst, wenn man es durch den Haufen durch geschafft hat.
Einen Höhepunkt ala Slapstick hatte ich im letzten Jahr. Fahrbahnarbeiten und der Radweg war ganz schmal abgetrennt. Darauf war ein Bauarbeiter mit einem langen Brett unter dem Arm unterwegs. Brett in Fahrtrichtung. Ich komme näher, klingle, er dreht sich halb um und der Film nahm seinen Lauf. Eine Vollbremsung konnte verhindern, dass ich Brett und Träger in einen Kreisel verwandelte.
Ich bin übrigens ein toller und vorausschauender Fahrradfahrer. Wenn ich Fahrrad fahre. Genau so bin ich ein toller und vorausschauender Autofahrer. Wenn ich Auto fahre. ![]()
2 comments Donnerstag 02 Apr 2009 | kobalt | Allgemein, Tagesschau