Juni 2009

Brille

Schon über eine Woche laufe ich ausschließlich mit Brille rum. Wieso, das steht hier.

Die Augenärztin hat am Montag gesagt, die Tropfen kann ich bis zu 14 Tage nehmen. Die Linsen darf ich erst wieder nehmen, wenn ich die Tropfen nicht mehr nehme und die Tropfen muss ich nicht mehr nehmen, wenn ich “das Gefühl habe” dass alles wieder OK ist.

Sad Die drei Aussagen müssen nun in Übereinstimmung gebracht werden. Ist irgendwie ein bisschen wie Mengenleere Mengenlehre.

Jetzt frage ich mich immer, ob ich das Gefühl habe, dass alles wieder OK ist. Tja, ich weiß nicht… Also wenn ich ganz genau hinfühle ins Auge, dann könnte da noch was sein. Oder irre ich mich? Ich fühle noch mal genau hin… Also ich weiß ja nicht… Eigentlich fühle es sich ganz normal an, aber es ist nicht reinweiß. Man sieht da schon ein bisschen rote Adern. Aber auch im anderen Auge. Ist ja auch eigentlich immer so. Aber wie viel Rot ist im linken Auge normal? Ich sollte meine Augen im Normalzustand für solche Situationen mal fotografieren, aber nun ist es zu spät.
Mal ehrlich, ich kann mich nicht entscheiden.

Nur was mir echt stinkt, das ist die Brille. Oder am meisten eigentlich das, was ich nicht mit Brille machen kann. Also hauptsächlich im Bad, aber ist das nicht genau der Ort, wo man mal genau hinguckt? Z.B. ob die Füße auch sauber sind? Das hat man uns doch so beigebracht, immer schön die Füße waschen. Nur was macht man, wenn man ans andere Ende des Körpers guckt und das sieht so aus:

Sehleistung 1

Hier müsst ihr euch nun meine Füße vorstellen.

Und normalerweise möchte man das so sehen:

Sehleistung 2

Hier braucht ihr nun noch mehr Fantasie, um euch meine Füße vorzustellen.

Ich hab also grade einen extremen Weichzeichner drauf und der nervt mich.

Auch bei der Arbeit ist das kein Vergnügen. Weil ich sonst immer Linsen trage, habe ich keine eingeschliffene Schutzbrille. Das bedeutet, dass ich jetzt eine Schutzbrille über der Brille tragen muss. Riesen Brille über Brille. Da muss man aufpassen, dass der Kopf nicht ständig nach vorne fällt, so viel wiegt das. Batz!

Ich glaube morgen wage ich es. Da ist alles wieder OK. Ich werde dann noch mal genau in mein Auge reinfühlen.

Informationsdefizit

Heute Morgen um 7:15 Uhr öffne ich die Haustür, greife zur Zeitungsrolle und greife ins… LEEEEERE. *grummel*

Also nehme ich mir meine Tasse Cappu und setze mich an den Rechner, der Firefox sagt: The page cannot be dispayed. Und das sagt er bei allen Seiten. Nöööö!

Erst mal den Router zurücksetzen, aber das bringt keine Heilung.

Mit meinem Handyladekabel (das hat so ein nettes Lichtlein, wenn es Strom hat), mache ich mich auf in den Keller, wo die Hardware von Kabel Deutschland beheimatet ist. Strom ist da und ansonsten kann man (ich) nichts erkennen.

Auf dem Rückweg checke ich noch mal die Zeitungsrolle. Gähnende Leere.

Der Router sagt, dass Internet da wäre und überhaupt, dass alles geht.
Leider kann ich aber nicht auf den Router zugreifen.

Tobi rät telefonisch (das geht zum Glück) mal alle Kabel nachzudrücken (erledigt) und dann könnte ich noch…
Da warte ich dann, bis mein persönlicher Support (der Tobi nämlich) heute Abend hier ist und selber in seinem Kabelsalat rumrührt.

So lange gehe ich eben übers Handy ganz langsam ins Internet. Und suche mir als erstes die Nummer von der Zeitung raus, um Vermisstenmeldung zu machen.

Zum Glück erscheint es mir sinnvoll, direkt vor dem Telefonat noch mal die Rolle zu checken. Bingo! Der Austräger hatte wohl verschlafen.

Und Internet hab ich auch, wenn auch gefühlt wie damals zu Modemzeiten.

Kaum eine Stunde nach dem Aufstehen dreht sich die Welt wieder. :-)

Organisatorische Meisterleistung

Nur gut, dass ich der Frau S. heute Morgen abgesagt habe. Auch wenn der Grund ein blöder war.

Also die Frau S. ruft mich heute Nachmittag dann an. Und obwohl ich dem Herrn Bla Blubb ja schon telefonisch und ihr selber per Mail mitgeteilt hatte, worum es geht, fragte sie mich dann noch mal mach meinem Anliegen.

Noch mal das Ganze: Die Sparkasse hatte mich angeschrieben, dass mein Bausparvertrag fertig bespart wäre und ich mich mal melden soll, was nun mit dem ganzen Haufen Kohle anzufangen wäre.

Und da meint die Frau S., dass sie sich das schon mal angesehen hätte (also wusste das Luder doch worum es geht!), nur der würde noch bis Juni 2010 laufen. Nix mit fertig. Die LBS würde sich nur immer sehr früh bei denen melden und obwohl die das wissen und anstatt dass die dann noch mal gucken, wie weit fertig fertig dann wirklich ist, schicken die das dann gleich mal an ihre Kunden weiter. Weil weder die Kunden, noch die Kundenberater was anderes zu tun haben, als sich dann für das nächste Jahr zu verabreden.

Ist doch schön, wenn man den Kunden so viel Vorlauf gibt. Da kann keiner sagen, dass er nix gewusst hätte. Ich mach mir mal einen Termin für in einem Jahr.

Eigentlich…

kann so ein Sommerregen ja ganz schön sein. Aber wir haben ja noch gar keinen richtigen Sommer und wenn man grade seine letzten Urlaubstage zählt, dann kann so ein Regen auch ganz schön nerven. Aber ich muss sowieso erst mal zu Hause bleiben, denn demnächst ruft Frau S. von der Sparkasse an.

Das war gar nicht so einfach mit Frau S. Meine Sparkasse hat mir geschrieben, dass mein Bausparvertrag, der von meinen VL gespeist wird, nun fertig bezahlt wäre und ich mich mal melden soll. Gesagt, getan.
Ich wähle die Nummer meiner mir eigentlich unbekannten Beraterin. Kenne die nur vom Namen, weil sie mal versucht hat, mir irgendwas aufzuschwatzen. Das habe ich aber per E-Mail schon abgeblockt und damit war es erledigt. Aber nun habe ich einen Namen und versucht Frau A. telefonisch zu erreichen.
Es meldet sich aber der Abfangdienst der Sparkasse, bei dem erst mal alle Telefonate auflaufen. Ich schildere ihm meinen Fall und er sagt mir, dass Frau A. ihr Arbeitsgebiet gewechselt hätte. Dann telefoniert er, wer denn jetzt für mich zuständig wäre. Als er sich wieder meldet, sagt er:”Vielen Dank Frau kobalt, dass sie so freundlich waren zu warten, hier spricht Bla Blubb.” Das tut er jedes Mal, wenn er mich mal aufs Abstellgleis stellt. Schon beim ersten Mal finde ich diesen langen Satz… bemerkenswert. Spätestens beim zweiten Mal nervt es. Vor allem, dass er jedes Mal sagt, wie er heißt.
Jedenfalls findet er keinen, der mein Berater sein will. Und so meint er dann, dass er mal einfach einen Termin für mich bei Frau A. macht, auch wenn Frau A. ja jetzt was Anderes macht. Ok, mir egal. Also Freitag 9 Uhr bei Frau A. in E.
Wie, sag ich, wieso in E.? Na weil Frau A. doch jetzt in E. arbeitet.
Aber ich will doch nicht extra nach E., das ist 20 km von hier entfernt.
Gut, sagt Herr Bla Blubb, ich telefoniere noch mal.
Und ich bin wieder allein mit der Musik auf meinem Telefonleitungabstellgleis.
Er meldet sich wieder, bedankt sich wieder und sagt wieder wer er ist (leide ich an Alzheimer oder was unterstellt der mir?) und sagt, dass er keinen findet, der mich haben will. Na ja, das sagt er netter, aber es kommt aufs Gleiche raus. Er würde mich jetzt erst mal so global eintragen und irgendwer würde den Termin dann bestätigen. Ich bitte um Bestätigung per Mail, weil ich meinen nervenden AB in den Keller verbannt habe und meine Handynummer nicht an “Solche” rausgebe und nicht neben dem Telefon warten will, dass die ausgeknobelt haben, wer mich übernimmt.
Donnerstagabend kommt dann die Bestätigung von Frau S. (da kommt endlich Frau S. ins Spiel!), dass sie mich am Freitag um 9 Uhr erwartet. Ob ich ihr noch mitteilen könnte, worum es geht.
Hab ich zwar schon Herrn Bla Blubb erzählt und der sitzt doch eigentlich da, um solche Sachen weiter zu geben, aber ich schreibe ihr das noch am Donnerstag, damit sie sich vorbereiten kann.

Donnerstagabend gehe ich mit einem Matschauge schlafen, mit dem ich auch Freitagmorgen aufwache. Und entscheide mich, Frau S. abzusagen und mich stattdessen zu meinem Augenarzt aufzumachen.
In mein Matschauge muss ich nun vier Mal pro Tag Tropfen machen und danach tränt und matscht es noch mehr, als es sowieso schon tut. Kontaktlinsen sind verboten und Brille ist bei Regen (um mal wieder einen Schlenker aufs Eingangsthema zu machen) doof.

Mit Frau S. wollte ich wenigstens telefonieren, aber ich lande natürlich wieder bei Herrn Bla Blubb. Der mit Frau S. spricht und sich dann mit dem gewohnt blöden Satz zurück meldet, um mir zu verkünden, dass Frau S. grade Kunden hat und mich heute Nachmittag anruft.

Und nun sitze ich hier mit Regen, Matschauge und der Aussicht auf ein Gespräch mit Frau S.

Für den Sommer hab ich mir gestern wenigstens Sommer-Klopapier gekauft. Mit Sommerduft. Sommer riecht so ähnlich wie Multivitaminsaft.

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Für die Tonne

Heute Morgen klingelte es an der Tür und zwei Minuten später stand ich mit einem Päckchen vom magentafarbenen T in der Hand etwas verwirrt im Wohnzimmer. Bestellt hatte ich da ganz sicher nichts und ich ahnte schon, dass das irgendwas mit meiner Kündigung von Telefon und Internet zu tun haben sollte.

Nach dem Öffnen des Päckchens war ich erst mal nicht viel schlauer, wieso schicken dir mir so eine Küchenzange, Pfannending, Wendeteil?

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Kaum hatte ich das Ding in der Hand, war schon klar: Pfennig Centartikel. Wackelig, hakelig, dünn, billig, für die Tonne. Auch in der dafür vorgesehenen Position öffnet sich das Ding nur, wenn man es auseinander zieht.

Und in diesem Zusammenhang reden DIE von Qualität und wollen mich zum Bleiben überreden?
Da werden so einige Erlebnisse plötzlich sonnenklar.

An Schlangenmenschen zu vermieten

Der Gegenübernachbar oben hat nach 7,5 Jahren einen Balkon bekommen.

Nun bekommt auch der Nachbar unter ihm seinen Balkon. Wer findet den Fehler?

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Urlaub

Der Urlaub ist schon wieder vorbei.
Wir sind heute faul und machen nicht viel, weil wir uns erst mal erholen müssen. Urlaub ist ja so anstrengend!

Aber das Urlaubstagebuch haben wir immerhin schon fertig gestellt und alle Fotos gegeotaggt und hochgeladen und Tracks bearbeitet und so weiter. Also so faul sind wir doch nicht.

Wer mal guck möchte, kann das hier tun: Eifel-Frankfurt 2009

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