Juli 2009

Farbintoleranz

Ich brauch ‘ne neue Brille. Und Brille kaufen finde ich ungefähr genau so prickelnd wie Klamottenkauf (=Anziehsachen). Schuhe ist OK, aber der Rest…

Trotzdem, eine neue Brille muss her. Meine letzten zwei Brillen waren ovale, eher kleine, blaue Metallgestelle, davon hab ich jetzt die Nase voll. Diese Kunststoffgestelle finde ich ja teilweise echt scharf, also laufe ich beim Brillenmarkt meines Vertrauens gleich mal in die Richtung. Und probiere türkis und blau und schwarz und transparent und rot und und und. Meine Eindrücke gehen von iiihhhh, örks, argh über ohhhh, nenenenenie! zu prust, kreisch, kicher.

Ein Brillenverkäufer eilt mir zur Hilfe. Ich schildere ihm, dass ich eine neue Brille brauche und er fragt: und was machen sie dann hier? mit einer Geste auf die bunten Plasteteile. Der Mann versteht scheinbar seinen Job, wie ich mir eingestehen muss.
Erst mal schleppt er mich dort weg und hin zu den Metallgestellen. Da wären wir also wieder beim Metall. Und dann sucht er nach genau diesem einem Modell. Und als er es finde, muss ich mich beherrschen spontan unhöflich zu sein, niemals! zu schreien und wegzulaufen. Die Form geht ja noch, aber die Farbe! Orange-kupferartig, eine Farbe, die ich nicht mal aus Spaß aufprobieren würde. Aber ich bin höflich und setze sein Wunschmodell auf. Er strahlt. Ich bin voller Vorurteile gegen diese Farbe, aber ich muss ihm zähneknirschend zustimmen, die Brille steht mir.

Und dann zaubert er noch mehr dieser Art aus dem Ärmel: dunkles Orange, mattes Rot, sogar ein dezentes Dunkellila und das geht alles. Und das sind alles überhaupt nicht meine Farben! Brillenmanns Traummodell gibt es auch noch in schwarz, aber damit sehe ich aus wie Frau Doktor. Er hat wohl bemerkt, wie ich ein dunkeltürkises Gestell immer wieder befummle und hält es mir hin. Uaaah, die sah so schön aus, nur nicht an mir. Siehste, sagt sein Blick. Nur bei einem braunen Modell streike ich. Braun geht mal gar nicht. Und wenn die mir ins Gesicht gewachsen wäre, dann würde ich sie mir rausoperieren lassen.

Letztendlich habe ich zwei Favoriten: die Nummer eins, aber ich weiß nicht, ob ich mich wirklich mit der Farbe anfreunden kann. Und ein schwarz-weißes Gestell. Mein Modell Zebra.

Nun muss ich nächste Woche mal Tobi mitschleppen. Dann kann ich immer noch behaupten, dass ich nicht Schuld bin.

My glasses
Creative Commons License photo credit: Erik mit k

Keine Abwrackprämie

Mal eine andere Art des Recyclings:

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Jahreszeitlich angepasste Freizeitbeschäftigung

Heute hab ich das gemacht:

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Ganz klar Herbst!

Eine Sache der Perspektive

Neulich sagte ich zu Tobi, dass es in diesem Jahr eine Mistkäferschwemme geben muss. So viele Mistkäfer wie in diesem Jahr, hatte ich noch nie gesehen. Tobi meinte dann ganz richtig, dass das wohl eher daran liegen würde, dass wir noch nie im Leben so viel in Wald und Flur rumgetobt sind. Ja genau, daran wird es liegen! Wir sind draußen, immerzu draußen.

Außer ausgerechnet im Urlaub, wo wir wohl zum Geocachen anderweitig zu ausgelastet waren, laufen wir bei fast jedem Wetter mit diesem GPS-Teil vorm Bauch oder am Rucksack mit offenen Augen durch die Welt und bekommen unglaublich viel zu sehen. Unter anderem auch Mistkäfer.
Zusammen gekommen sind z.B.

  • 110 Funde an 28 Cache-Tagen
  • 372 km ist der am weitesten entfernte Cache von den Heimatkoordinaten weg
  • der 100. Cache heißt Elbphilharmonie
  • 20,3 Funde durchschnittlich pro Monat
  • viele, viele, viele Kilometer zu Fuß

Inzwischen haben wir unseren ersten Cache sorgfältig ausgearbeitet und gelegt, nachdem wir erst mal genug gefunden hatte, um zu sehen, wir es sein sollte und wie nicht. Er ist auch (zum Glück) schon gefunden. Denn das größte Bedenken war ja: was, wenn den niemand findet, weil wir (musste ja auch gleich was mit mehreren Stationen sein), irgendwas falsch gemach haben?
Und weitere sind zumindest im Kopf schon in Planung, obwohl es mir ja grade eine angestrebte Location zerrissen hat. Der aufmerksame Leser wird jetzt Bescheid wissen.

Fazit nach einem halben Jahr: Geocaching ist noch immer toll und spannend und überraschend und macht dreckig.Happy

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Teuro

Heute habe ich zufällig eine dienstliche Rechnung aus dem Jahre 1999 in die Hand bekommen. Und zufällig war dort ein Artikel, den ich auch im letzten Monat zähneknirschend gekauft habe.

Zähneknirschend, weil dieses nicht allzu aufwändige Teil 600 € kosten sollte. Es gibt aber nicht allzu viele Hersteller und die haben ihre Preise “angeglichen”. Über unseren Stamm-Lieferanten habe ich es nun für 400 € bekommen. Immer noch ein Batzen.
Und nun ist genau dieser Artikel auf der Rechnung von 1999. Für 195 DM. DM!

Ich wünschte mir, meine Bezügeabrechnung hätte auch so eine Anpassung mitgemacht.

Reingehauen

Bei meiner abendlichen Fahrradtour habe ich diesen Schauplatz entdeckt:

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Für die, die sich da auskennen: Hambrock, am kleinen Teich. Da muss der Blitz wohl heute reingehauen haben.

Neues aus der zweiten Heimat

Am Sonntag waren wir trotz des nicht allzu dollen Wetters an unserem Arbeitsort Lüneburg unterwegs, der eigentlich viel schöner ist, als mein Wohn- und Heimatort.

Ziel waren drei Geocaches, die ins kreuz und quer durch Lüneburg in bekannte und unbekannte Ecken führten. Drei Stadtrundgänge mit Schwerpunkt Rathaus, Wasserviertel und Hinterhöfe. Besonders auf die Hinterhöfe hatte ich mich gefreut und ich wurde nicht enttäuscht.

Erst mal ging es Richtung Ilmenau, wo es sogar handgemachte Haarschnitte gibt. Da können die Lüneburger aber sowas von froh sein über diesen Service.

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Aber auch sonst gibt es rund um den Stint viel zu sehen.

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Nach einem kleinen Regen und dem Cache rund ums Rathaus, ging es in die Hinterhöfe.

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Schön war es wieder. Viel gesehen, natürlich lecker gegessen und das usselige Wetter einfach ausgeblendet.

Submarine

Davor stand ich heute mit meinem Auto und Uschi sagte:”Nach Möglichkeit bitte wenden.”

Nach Möglichkeit…

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Zum Glück wollte ich gar nicht auf die andere Seite (da drüben könnt ihr Dömitz erahnen).

Zaunpfahlwink?

Tobi und ich kommen aus der Mittagspause wieder, steigen im Erdgeschoss in den Fahrstuhl und drücken das Knöpfchen mit der 3.

Die Tür schließt sich, nichts tut sich, die Tür geht wieder auf. Wir sehen uns erstaunt an. Die Tüp schließt sich, erneut tut sich nichts, die Tür geht wieder auf. Das Spielchen wiederholt sich auch ein drittes Mal.

Wir steigen aus, um uns zu vergewissern, dass nicht um die Ecke ein lustiger Kollege steht, der die Tür immer wieder im letzten Moment öffnet. Da ist kein Kollege. Dafür schließt sich die Tür und der Fahrstuhl fährt ohne uns los.

Wir nehmen die Treppe. Ist sowieso gesünder.

Der Fahrstuhl hat eine Tragkraft von 1000 kg. Ich gehe morgen mal auf die Waage und gucke, was Tobi so wiegt. :mrgreen:

Deutschland schwitzt

und wir schwitzen mit.

Unter diesem Motto lief am Freitag unsere Geocaching-Tour in Hamburg. Geplant ist geplant und bei über 30 °C kann man ja schlecht behaupten, dass einem das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht hätte. Auch wenn es sich teilweise fast so angefühlt hat.

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Mittags ging es gleich nach der Arbeit los. Gradewegs bis in den Untergrund der City. In der Europapassage bezahlt man bis 8 Stunden parken 6 €. Parken wir außerhalb für umsonst und fahren mit der U-Bahn rein, sind wir mehr los. Und bequem ist es allemal, da man seine noch schnell vor der Tour getätigten Einkäufe mal eben ins Auto bringen und Tobi seinen Kohlenhydratspeicher noch mit einem Teller Nudeln auffüllen kann und vor allem ist Balzac direkt vor dem Parkhausausgang. Schnell noch einen “grande Caramell Macciato low fat togo” reingeschüttet und dann geht es aber looooos!

Für den Anfang hatten wir uns einen Multi rund um die Binnenalster ausgesucht. Am Wasser bleiben erschien erst mal klug, aber wir stellten fest, dass das gar nichts nützte. Keine Abkühlung in Sicht.

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Nach dem erfolgreichen Loggen ging es gleich weiter zur Außenalster, wo wir einen Cache am Cafe Prüsse auf dem Plan hatten. Da sind wir nämlich schon mal in Anzug und langem Rock (Hochzeitsfeierausstattung) und ohne Taschenlampe im Dunkeln rumgekreist und mussten uns eingestehen, dass das so nix wird. Der zweite Anlauf war nicht viel erfolgreicher, da ein paar Leute dieses stille Plätzchen als genau solches erkannt und besetzt hatten.
So blieb uns nichts anderes übrig, als erst mal im Cafe eiskalt aufzutanken und die schöne Aussicht zu genießen.

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Nun machten wir uns Richtung Speicherstadt auf, vorbei an den schönen Kontorhäusern.

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Am Chilehaus und am Afrikahaus ging es nur vorbei, unser Ziel war, vorher völlig unbekannt, das Zürichhaus. Unbedingt mal reingehen. Von außen gar nicht so sichtbar, steht man plötzlich in einer Landschaft aus Pflanzen und Wasser. Sehr beeindruckend!

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Dort gibt es im Bereich C ein Foucaultsches Pendel, was man selber auslösen kann. Für jeden wissenschaftlich Interessierten natürlich eine tolle Spielerei.

Weiter ging es in die Speicherstadt.

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Dieses Schild wirkte bei den herrschenden Temperaturen irgendwie surreal.

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Ein LKW hatte auf einer Brücke zweimal einen fetten Berg Schlick (sieht man im Hintergrund) verloren und stand jetzt mit offener Klappe ein Stück weiter vorne. Der Fahrer saß an der Straße vor seinem LKW und machte ein recht bedröppeltes Gesicht. Sein Feierabend war wohl in weite Ferne gerückt.

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Gegen 18 Uhr war dann Zeit für eine große Schorle und was in den Bauch. Wir haben uns ein schattiges Plätzchen in der Hafencity gesucht und wurde im Riva nicht enttäuscht. Sehr leckeres Essen zu zivilen Preisen.

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Frisch gestärkt ging es weiter durch die Hafencity. Hier gibt es an jeder Ecke was zu sehen und zu staunen. Die witzigsten Gebäude passen sich ins Gesamtbild ein. Ich freue mich jetzt schon drauf, wenn es mal richtig fertig ist.

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Hamburg, wie man es kennt.

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Am Michel waren wir auch noch.

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Und dann ging es wieder Richtung Rathaus.
Ein letztes Mal die Wasserspeicher aufgefüllt und nach einem erfolgreichen Tag Richtung Heimat gestartet.
Aber wir kommen wieder. :-)

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