In den letzten zwei Wochen hatte ich das Gefühl bei der Arbeit von Murphy verfolgt zu werden.

Das gipfelte darin, dass endlich, zwei Tage vor meinem Urlaub, ein Techniker zu einem meiner Geräte gerufen wurde, das schon seit Wochen Ärger machte. Eigentlich befürchteten wir die Ursache dafür in einer Sache, auf die wir keinen Einfluss haben. Aber nun wollte das gute Stück, dem ich bisher mit viel Geduld (ich!) und Zeit noch Ergebnisse abringen konnte, überhaupt gar nicht mehr.
Der Techniker fand dann auch recht schnell einen Defekt, der uns mit Ersatzteilen und Gedöns rund 4000 € kosten wird. *japs*
Anschließend stellte sich heraus, dass das Gerät jetzt zwar grundsätzlich wieder messen würde, der ursprüngliche Fehler allerdings noch immer vorhanden ist. Und der liegt nun nachgewiesenermaßen nicht in unserem Einflussbereich.
Nun ja, jetzt kann es sich erst mal 4 Wochen ausruhen, das olle Gerät, und dann schauen wir mal weiter.
Dazu fällt mir immer ein, dass ganz viele meiner Amtskollegen, die nichts mit dem Labor zu tun haben, immer denken, dass wir die Proben ins Gerät stellen, ein Knöpfchen drücken und hinten kommen die Ergebnisse raus. Ganz so wie bei CSI oder NCIS. Solche Serien sind für meinen Beruf ganz schlecht! Big Grin

Jedenfalls waren die letzten Monate kräfteraubend. Wir bereiten uns auf etwas ähnliches wie eine Zertifizierung vor und die ganzen Formalitäten sind erschlagend. Überstunde kommt zu Überstunde. Deshalb habe ich auf diese vier Wochen Urlaub wirklich hingefiebert und nun ist es so weit. Und ich versaue gleich mal den Start.

Für die Sache, die heute Morgen passiert ist, würde ja auch gern dem Herrn Murphy die Schuld geben, aber diesmal war ich selber zu blöd.
Zum Einkaufen suchte ich genau diese bestimmte Tasche von Adidas, die ich im Juni in Frankfurt gekauft hatte. Unterm Bett war sie nicht, also vielleicht oben im Kleiderschrank. Und nun holt der schlaue Mensch den Tritt vom Flur, um sich in die Höhe zu begeben. Frau kobalt schnappt sich den KlappStuhl von nebenan. Oben angekommen ist die gesuchte Tasche nicht zu entdecken, dafür fängt der Stuhl irgendwie an zu klappen. Auf dem Weg nach unten hat man viel Zeit zum Denken. Ich jedenfalls sah meinen Kollegen den Eintrag “Urlaub” in unserer Zeiterfassung in “Krankheit” zu ändern.

Ganz so schlimm wurde es zum Glück nicht, aber immerhin eine schöne Bänderdehnung im Fuß habe ich da wohl zu Stande gebracht. Meine Fahrradtour heute Nachmittag ist gestrichen. Und die für morgen wohl eher auch. *humpelhumpel* Crying
Zum Glück habe ich für den Urlaub vorgesorgt und hier liegen schon drei Bücher von Amazon, die gelesen werden wollen.

Dabei weiß doch jeder: die meisten Unfälle passieren im Haushalt.
Zumindest allen anderen, aber doch nicht mir!