Heute Morgen erreichte mich ein Hilferuf meiner Mutter. Ob ich, wenn ich zu meinen Eltern komme, noch mal eben bei Neukauf vorbei könnte. Sie hätte gar nichts für die Katze zum Fressen zu Hause. Gar nichts.

Ich glaube sie meinte nicht gar nichts, sondern gar nichts, was der Katze grade eben genehm ist.

Bei der Katzenfütterung gibt es drei Varianten:

  1. Katzennapf mit frischem Futter aufgefüllt. Die Katze steht in 5 m Entfernung, schnüffelt, macht ein Gesicht wie: sagt doch, dass ihr mich loswerden wollt, dann suche ich mir eben eine andere Familie, die mir nicht das im Laufe einer Woche Zusammengefegte vom Küchenboden zum Fressen anbieten.
    Die Katze nähert sich dem Futter keinen weiteren Zentimeter.
  2. Katzennapf mit frischem Futter aufgefüllt. Die Katze schnuppert, zögert, angelt sich mit den Krallen (ehrlich!) zwei Bröckchen raus und schiebt sie sich angewidert ins Maul. Das ach so reinliche Tier, schafft es mit den beschmierten Pfoten den Küchenboden im Umkreis von 3 Metern einzusauen.
    Der Napf wird den restlichen Tag ignoriert, denn das kann man nicht fressen!
  3. Katzennapf mit frischem Futter aufgefüllt. Die Katze schnuppert, stürzt sich auf das Fresschen, haut es sich in Sekundenschnelle in den Bauch. Wankt aus der Küche (Fliesen) in den Wohnbereich (Tretford-Teppichfliesen auf Fußbodenerwärmung) und kotzt das gesamte Futter auf den Teppich.

Bei Variante 1 und 2 freuen sich immerhin die Igel und die Nachbarkatze, denen Hersteller und Sorte des Futters scheinbar völlig egal sind. Die stürzen sich auf alles und warten schon zu ihren Futterzeiten.

Das und das die Katze noch nicht verhungert ist, bringt mich zu einer Theorie: wahrscheinlich wird auch das Frauchen der Nachbarkatze das verschmähte Futter der Allgemeinheit anbieten und wahrscheinlich steht dann unsere Katze dort und schlägt sich den Bauch mit egal was voll.

Na jedenfalls hab ich die Katze für heute gerettet. Sie hat Variante 2 gewählt.