November 2009

13 km Regen

Ich sag euch eins: Harte Zeiten brechen an.

Wenn es nicht unbedingt sein muss, dann lasse ich mein kleines japanisches Auto (das allerdings Japan noch nie gesehen hat und in Ungarn geboren wurde) gern vorm Haus stehen und bewege mich auf meinen zwei Füßen durch meinen Heimatort. Mit Rucksack kann man eine ganze Menge bewegen und mit ipod und immerwährendem legalen Audionachschub aus dem Internet, wird es nicht langweilig.

Im Sommer ist das toll. Im Winter (und den Herbst zähle ich da einfach mal zu) hasse ich es, das Haus zu verlassen. Beschämend und ich arbeite daran. Blushing

Nun kommt noch erschwerend hinzu, dass im Sommer ja bekanntlich durchgehend die Sonne scheint, während es im Winter immer stürmt, schneit oder zumindest regnet.

Gestern wollte ich nun zu unserem einzigen Elektro(fach?)markt, der natürlich außerhalb der Stadt angesiedelt ist, damit man ihn prima mit dem Auto erreichen kann. Und da freitags ja die Arbeit am Mittag endet, kann man dann auch diesen Weg mal zu Fuß erledigen. Wenn dieser Entschluss einmal gefasst ist, dann wird er auch nicht mehr umgeworfen. Entweder zu Fuß oder gar nicht. Basta!

Natürlich schien ein paar Minuten vor Start noch die Sonne, aber kaum überlegte ich, was ich wohl anziehen sollte, ging es auch schon los mit dem Getröpfel. Bisschen Regen ist ja nicht so schlimm. Regenschirm in die Hand uns los.

Nun ja, ihr ahnt es sicher schon wegen des Titels. Der Regen hielt sich die gesamten 13 Kilometer, wurde auch nur noch schlimmer und es war alles andere als schön.

Und wehe jetzt kommt mir einer mit: es gibt kein schlechtes Wetter, nur unpassende Kleidung. Soll ich wirklich für einen Stadtspaziergang meine Wanderschuhe anziehen? Sind die wirklich wasserdicht? Und dann? Regenanzug? Auf Regenschirm kann man ja auch nicht verzichten und das ist über so eine Strecke schon recht lästig. Nur selbst mit Kapuze hämmert einem der kalte, unfreundliche, schmuddelige Herbstregen ins Gesicht und läuft einem bestimmt über den Hals in die Klamotten. Brrr. *schüttel*

Ähnliches hatte ich nämlich mit der Hose. Die war von hinten so vollgespritz, dass sie Dank des Wassers an meinen Waden klebte. Und das nutzte eben dieses Wasser, um sich über meine Socken bis in meine Schuhe zu bewegen und mit der schon dort angeschwemmten Verwandtschaft eine lustige Party zu feiern. Ein richtig gemütliches Gefühl.

Der Elektroladen hatte dann noch nicht mal das, was ich in die Hand nehmen wollte und weil ich dafür so viel auf mich genommen hatte, hab ich es nach Rückkehr und Dusche bei Amazon bestellt. So! Jetzt ist Tobi genervt, weil er es nun bestimmt auch kaufen muss. Wir Armen, oder? Big Grin Tobi, kommst du Dienstag zum Spielen zu mir?

Jetzt will ich noch einkaufen, Flaschen zum Container bringen und mal gucken, ob meine Eltern schon Plätzchen gebacken haben. Natürlich zu Fuß. Der Weather Channel sagt light rain. Tongue Harte Zeiten!

rain man
Creative Commons License photo credit: argo_72

Schön war es wieder

Ich hasse Mütter, die ihre Kinder den ganzen Supermarkt zusammenblöken lassen, ohne auch nur ein Wort zu verlieren und so tun, als wären sie die einzigen Menschen auf der Welt. Die zwei Gören haben sich an der Kasse gestritten und ich war ganz am anderen Ende des Ladens. Mutti schien auf Valium zu sein.

Und ich hasse Leute die pfeifen. Pfeifen ist akustische Umweltverschmutzung. Da stellen sich mir die Nackenhaare auf. Und wenn das einer in der Kassenschlange hinter mir macht, dann möchte ich mich umdrehen und ihm voll vors Schienbein treten. Aber so doll!

Und maulige und immer unfreundliche Kassiererinnen, die mir nur weil sie müssen, einen schönen Tag wünschen, hasse ich auch.

1A Mittagspauseneinkauf.

Einer sagts doch immer

Und ich hab es den ganzen Tag noch nicht gehört:

Heute in einem Monat ist Heiligabend. Big Grin

Lecker Bonsche

Gestern sind wir nach der Arbeit gleich nach Hamburg gedüst und nach dem vergeblichen Versuch ein brandneues Android-Handy in die Hand zu bekommen (“kriegen wir so in zwei Wochen”), sind wir zur Messe gelaufen, wo bis Sonntag noch die “Du und deine Welt” stattfindet.

Im letzten Jahr waren wir auch dort und beim Weg von Halle zu Halle schneite es, das weiß ich noch ganz genau. Gestern haben wir die Jacken abgegeben und ich hatte nur ein T-Shirt an. Verrückt!

Tja, es war eigentlich genau wie im letzten Jahr. An allen Ecken wurde man zur Weinverkostung eingeladen. Danke, nein! Es gab Zauberstift mit Airbrush und WÜ (nicht etwa WII!)-Konsolenspiele, neue Chipssorten zum Probieren und selbstgemixtes Eis, Poffertjes und salzige Lakritz, Massageliegen, Teppichreiniger, Matratzen, Sofas, Saunen, Küchenmaschinen, Kunstpelze, Bodybags, Versicherungen, ach… alles.

War ganz nett, aber der Tag im Desy neulich war weitaus aufregender.

Trotzdem haben wir was Schönes entdeckt, denn der Bonscheladen war dort vertreten. Die machen köstliche, handgefertigte, wunderschöne Bonbons und wenn man möchte, kann man sogar dabei zusehen. Werden wir sicher mal machen.

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Und hier kommt jetzt die Schnittstelle zu meinem anderen Blog.

Denn diese Bonbons sehen teilweise aus wie Murrinis. Und wenn ihr hier mal das vierte Foto anguckt, werdet ihr sehen, dass auch ich mich in dieser Kunst schon versucht habe. Wenn auch lange nicht so perfekt.
Allein das Aussehen macht die Bonsche schon zum Habenwill und der Geschmack steht dem in nichts nach. Z.B. die Zutaten für die Sorte Schoko-Sahnebonsche: Rohrzucker, Glukosesirup, frische Sahne, Schokolade. Was soll da noch schief gehen?

Sind sie nicht schön?

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Spät

Aber besser spät als gar nicht, will ich wenigstens noch ein paar Worte zur Wissensnacht los werden.

Es würde fast eins reichen: genial!

Wir haben uns schon vom frühen Nachmittag an im Desy rumgetrieben. Und die haben wirklich richtig was auf die Beine gestellt.

Dabei fing es ein bisschen blöd an. Ab Berliner Tor sollte Buspendelverkehr sein. Aber eigentlich ging ja alles erst um 17 Uhr los, nur das Desy hatte schon ab 12 Uhr geöffnet. Um 14 Uhr kein Bus, kein Infostand, kein nix am Berliner Tor. Also sind wir mit dem regulären Nahverkehr los und dann noch ein bisschen zu Fuß durch den Regen, weil wir keine Lust auf warten hatten. Unsere Andoid-Telefone haben sich mal wieder bewährt: Busverkehr ersurft und den Restweg per GPS erlaufen.

Am Desy wurde dann alles gut. Überall nette Leute, die einem nicht nur Infozettel zusteckten, sondern auch noch Gummibärchen oder Laseräpfel.

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Gummibärchen gab es überhaupt überall in Massen. Quasi zum Sattessen, wenn man wollte.

Und dann konnte man so viel sehen und machen und staunen. Größer, höher, schneller… Ich kann gar nicht sagen, was wir alles gesehen haben, so viel war es.

Drei Highlights gab es jedenfalls für mich: das Rechenzentrum, Hera und die Vorführung des Tesla-Trafos.

Das Rechenzentrum ist einfach nur wow, wenn man an Rechnern und Peripherie interessiert ist. Allein die Menge von 1,2 Millionen E-Mails, die jeden Tag ankommen. Die Datenmengen, die da verschoben werden, die Menge an Bandlaufwerken, die Kabelstränge.

Hera ist der Beschleuniger, der bis 2007 in Betrieb war. Hier konnten wir 1,5 km durch den unterirdischen Tunnel gehen und so eine Anlage man von Nahem betrachten. Am Ausgang wurden wir von einem Bus abgeholt und wieder zurück gefahren.

Die Vorführung des Tesla-Trafos war dann so ein Oh- und Ah-Erlebnis. Ein bisschen wie Silvester-Feuerwerk. Das ist schon beeindruckend, die Blitze so ganz aus der Nähe zu sehen. Und laut ist es.

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Nach fast 6 Stunden Desy sind wir dann zwar noch zur Uni, aber gegen das, was wir schon gesehen hatten, konnten die überhaupt nicht ankommen. Vom Open Air Konzert zum schwarzweiß Tragfernseher. Wir waren völlig erledigt und total begeistert.

Prädikat voll empfehlenswert!

Diese verdammten habenmuss Dinger

Da ist wieder eins von denen. Diese Woche entdeckt. Wer meinen Twitterfeed liest, der hat es schon gesehen. EnTourage eDGe heißt das Ding, das mich, wann immer ich darüber stolpere (und ich stolpere grade ganz schön oft), zum Sabbern veranlasst.

Um ebook-Reader schleiche ich ja auch schon eine ganze Weile rum und beobachte den Markt. Aber irgendwas ist immer, dass ich denke: abwarten. Dabei ist dieses e-ink echt genial. Komplett anders als so ein normales Display.

Und jetzt kommen die und packen da auch noch ein Netbook an den Reader dran. Mit Android! ANDROID! Meinem geliebten Handy-Betriebssystem, das ich nicht mehr her geben will. Ich werd nicht mehr. Ob die das extra für mich entwickelt haben? Allerdings hätte ich dann gern noch ein bisschen am Preis gedreht. Hach ja, gibt es wieder wochenlang nur trocken Brot und Schokolade.

Erst mal ist ja doch noch abwarten angesagt. Shipping im Februar. Und dann mal hören, ob das nach Europa kommt. Wehe nicht. Februar… *aufmtischtrommel

Was auch noch mittelfristig (so nennt man das bei uns bei der Arbeit immer) ansteht, ist dann ein neues mobiles Tragtelefon, natürlich mit Android.

Und was ich schon lange auf meiner Amazon-Wunschliste habe, ist das Spielzeug hier. Wehe, jetzt lacht einer. Winking Hab schon von etlichen Leuten gehört, die erst skeptisch waren und jetzt mehr als begeistert sind und das Ding nie wieder hergeben wollen. Das funzt.

Ich glaube, die Schokolade wird auch noch gestrichen. Aber was tut man nicht alles für die Habenmuss.

Oh mein Doc!

“Ein ganz kleines Spritzchen machen wir, nur fürs Zahnfleisch.”
Das waren seine Worte.
Heute wurde die Blechdose gegen das Wertvolle getauscht. Und mein Zahnarzt ist immer schnell mit einem Spritzchen dabei, weil es dann für ihn und vor allem für seine Patienten entspannter ist. Oder vielleicht doch eher für ihn. Man weiß es nicht, das ist die Huhn und Ei-Sache.

Nach diesem Satz jedenfalls hat er dann ein Viertel meines Gesichts ausgeschaltet. Richtig gut getroffen. Von der Oberlippe bis einschließlich des Augenlides bin ich gefühllos. Ein sehr seltsames Gefühl. Oder eben kein Gefühl, wo man aber normalerweise eins gewohnt ist.
Die Nase kann nicht richtig atmen, kann aber auch sein, dass ich das nur meine. Weil sich atmen grade nicht wie atmen anfühlt.
Und die Kontaktlinsen haben ich erst mal gegen Brille getauscht, weil das mit dem Augenlid sehr seltsam ist.

Abendessen wird auf einen unbekannten Zeitpunkt verschoben. Wenn die Lippen wieder in der Lage sind, das zu tun, wozu sie erfunden wurden: den Mund zu verschließen.

Zeitversatz

Schon die zweite Nacht, in der in von Außerirdischen entführt wurde.

Sowohl gestern, als auch heute Morgen ging meine Armbanduhr 10 Minuten nach. Am Tage läuft sie prima. Dafür gibt es ja wohl nur diese eine Erklärung.

Mein Sleeptracker geht übrigens seit gestern auch nicht mehr. Steht immer wieder auf 0 Uhr. Kein Wunder, der ist dann ja auch betroffen.

Ich finde es nur ungewöhnlich, dass die Außerirdischen meine Uhr extra vom Nachtschränkchen mitgenommen haben, wo sie die letzten zwei Nächte lag.

Ich werde jetzt mal mit neuen Knopfzellen für die Messgeräte einen energetischen Schutz um mich aufbauen. Ich wette, der wird gegen Entführungen helfen.

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