“Ein ganz kleines Spritzchen machen wir, nur fürs Zahnfleisch.”
Das waren seine Worte.
Heute wurde die Blechdose gegen das Wertvolle getauscht. Und mein Zahnarzt ist immer schnell mit einem Spritzchen dabei, weil es dann für ihn und vor allem für seine Patienten entspannter ist. Oder vielleicht doch eher für ihn. Man weiß es nicht, das ist die Huhn und Ei-Sache.

Nach diesem Satz jedenfalls hat er dann ein Viertel meines Gesichts ausgeschaltet. Richtig gut getroffen. Von der Oberlippe bis einschließlich des Augenlides bin ich gefühllos. Ein sehr seltsames Gefühl. Oder eben kein Gefühl, wo man aber normalerweise eins gewohnt ist.
Die Nase kann nicht richtig atmen, kann aber auch sein, dass ich das nur meine. Weil sich atmen grade nicht wie atmen anfühlt.
Und die Kontaktlinsen haben ich erst mal gegen Brille getauscht, weil das mit dem Augenlid sehr seltsam ist.

Abendessen wird auf einen unbekannten Zeitpunkt verschoben. Wenn die Lippen wieder in der Lage sind, das zu tun, wozu sie erfunden wurden: den Mund zu verschließen.