Eiszapfen 004

Winter… eine Jahreszeit, die meinetwegen auf einen Tag im Jahr beschränkt sein könnte. Der darf zwischen Weihnachten und Neujahr stattfinden.

Nee ehrlich, ich brauche das nicht, was sich hier grade tut.

Das Aufstehen ist ja sowieso schon erschwert durch die dunkle, dunkle Nacht. Dass man dann auch noch erst mal den Weg zum Auto freischaufeln und dann auch noch das Auto aus einem Schneeberg befreien muss, trägt nicht grade zur Begeisterung bei. Und hat außer mir noch jemand einen Nachbarn, der nachts um 3 Uhr anfängt, für über eine Stunde den Schneeschieber über den Gehweg zu schrabbeln, so dass man senkrecht im Bett steht? Und das in jeder Nacht, in der es geschneit hat?

Der Arbeitsweg dauert auch noch länger also sowieso schon.
Dafür kann man toll früh ins Bett gehen, weil man sich ja sowieso nicht mehr auf die Straße traut. Selbst der Weg zur Mülltonne muss gut geplant werden, weil man für die fünf Meter festes, geschlossenes Schuhwerk tragen muss.

Geocaching ist im Schnee versunken und an die Heizkosten für diesen Winter mag ich gar nicht denken.

Selbst die Arbeit leidet, weil die Gewässer teilweise nicht erreichbar, teilweise zugefroren sind. Selbst unsere Messstation gibt den Geist auf, weil die Leitungen eingefroren sind. Meine Güte, an sowas kann ich mich nicht aus früheren Zeiten erinnern. Und mit Bangen denke ich jetzt schon an die Schneeschmelze. Da wird noch was auf uns zukommen.

Und auch wenn ihr es nicht mehr hören könnt: Ich will Sommer.

Oder wenigstens Frühling. Dann will ich mich auch nicht über Gartenarbeit und Hitzewellen beschweren. Glaube ich.