Februar 2010
Monthly Archive
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Caschy von notebooksbilliger.de sagt, dass wir mal unseren Blogger-Arbeitsplatz zeigen sollen. Als Belohnung gibt es vielleicht einen schicken, neuen, schnellen Rechner. Dann zeig ich doch mal.
Meistens blogge ich von diesem Platz aus, dazu gehört der linke Tower. Ich erspare euch die Einzelheiten. Leise, Grafik on board, Surf- und Schreibmaschine. Frau zockt nicht.
Den zweite Blogger-Arbeitsplatz (vorne vor) hab ich mal umgeklappt, was ich ganz selten mache. Ein HP Pavilion tx2000. Das ist ein 12’’ Notebook, bei dem man dem Display den Hals umdrehen kann und das dann zum Tablet wird. Das nutze ich aber so gut wie nie, weil es einfach zu schwer ist mit um die 2 kg. Aber ansonsten liebe ich das Teil und habe es tagtäglich im Einsatz. Auf der Couch oder bei der Arbeit.
Der dritte, ganz kleine Blogger-Arbeitsplatz ist der ganz mobile: mein Milestone. Nachdem ich jetzt mit Android 2.0.1 endlich Zugriff auf den ganzen Market und inzwischen auch root habe, liebe ich es noch viel mehr. So schön schnell und schön und schnell.
Daneben steht dann noch mein altes Acer Aspire, das ich als Fernseher nutze, wenn ich am Rechner sitze. Für viel mehr ist es nicht mehr zu gebrauchen. Laaaaaaangsam.
Ganz rechts im Bild, da wo mein Etikettendrucker (geiles Teil, schlechte Software) drauf steht, ist mein Server. Ich gebe zu, ohne Tobi hätte ich den nicht, aber jetzt weiß ich: nie wieder ohne Server. Wie geil von überall (wo man Netz hat) auf die Daten zu Hause zugreifen zu können, die digitale Fernsehzeitschrift ansehen und den digitalen Videorekorder timen zu können. Von überall auf die Geocaching-Datenbank Zugriff zu haben. Und noch eine Million mehr Vorteile.
Der Server versorgt dann auch die Rechner im Schlaf- und Sportzimmer mit Internet und Filmen.
Und ganz rechts, neben dem Server, da ist die Kabelhölle.
Hat jeder, oder? Ich warte ganz dringend auf Strom aus der Luft. Und überhaupt ein kabelfreies Leben. Und nicht nur ich. Als irgendwann mal ein telekomischer Techniker bei mir war und ich dort hin deutete, meinte er, er guckt erst mal am Port, ob da was ist und rauschte von dannen. Zu seinem Glück war was am Port.
20 comments Sonntag 28 Feb 2010 | kobalt | Allgemein, Foto, Tagesschau, Technikecke
Ich schlidderte und schlurfte heute in Gummistiefeln im Regen kilometerweit über nasses Eis Richtung nächster Messstation. Es ist kalt, nass, ich trage einen Plastikkorb mit Flaschen und Kram. Die Flaschen sind noch leer, der Korb wird trotzdem immer schwerer. Der Regen klatscht mir ins Gesicht. Schnell komme ich nicht vorwärts, weil ich immer wieder in den Schnee einbreche. Dort, von wo ich normalerweise meinen Weg beginne, kann man heute nicht parken. Zu viel Eis-Schnee-Matsche. Ich trau mich jedenfalls nicht, weil ich mich hier schon mal festgefahren habe. Bei den anderen Messstellen heute wird es nicht anders aussehen. Beim letzten Stück Zivilisation werde ich das Auto abstellen und den Weg zu Fuß antreten. Mir kommt in den Sinn, dass ich mir das damals nicht so vorgestellt hatte…
Vor *räusper* 22 Jahren, als ich noch für einen führenden Eiscremehersteller als Giftmischer tätig war, entdeckte ich diese Stellenanzeige in der Zeitung. Die Bewerbung war schnell geschrieben, denn die Stelle war ein Traum. Jedenfalls für jemanden, der raus wollte aus Zickenkrieg, Cliquenwirtschaft und vor allem weg von der Schichtarbeit.
Einer damaligen Kollegin ging es wohl ähnlich und obwohl wir Konkurrentinnen um den Job waren, malten wir uns den Arbeitsplatz in den schönsten Tönen aus. Die Laborarbeit war ja erst mal Nebensache, denn da stand, dass man auch Probenahmen machen musste. Probenahmen… in so einem Umweltamt. Kopfkino:
Herrliches Wetter, blauer Himmel, grüne Wiese, kleiner Plätscherbach. Ich schmeiße einen (kleinen!) Eimer in den Bach, ziehe ihn mühelos heraus, Stecke ein paar Elektroden ins Eimerchen. Erst mal Sonnencreme auftragen, damit man keinen Sonnenbrand bekommt. Laufe ein bisschen am Bach entlang, vielleicht sogar barfuß, schmeiße mein Eimerchen wieder ins Wasser, steige irgendwann in meinen mit Hightech ausgerüsteten Probenahmebus und fahre zur nächsten herrlichen Stelle. Ich rette die Natur.
Die Realität… siehe oben. Das Eimerchen hat dann 10-15 l Inhalt und muss auch ggf. drei Mal gefüllt werden. Und es müssen einige Höhenmeter und dann noch das Brückengeländer überwunden werden.
Und von blauem Himmel kann man meistens auch nur träumen. Oder irgendwann träumt man davon, dass man endlich keinen blauen Himmel mehr hat und bitte, bitte mal wieder Wolken vorbei gucken.
Straßen hören auch manchmal einfach auf, aber das Ziel ist leider noch nicht erreicht.
Oder es ist Sturm.
Oder man fährt den ganzen Tag hinter Treckern hinterher.
Oder das Auto geht kaputt.
Zum Glück bin ich ja kein hauptberuflicher Probennehmer, habe nur ein paar einzelne Aufgaben oder mal eine Vertretung und muss nicht jeden Tag raus.
Und irgendwie ist es trotzdem schön. Auch wenn nicht jeder Außendiensttag ein Highlight ist. Aber manchmal ist es fast wie vor 22 Jahren gedacht. Außer, dass man trotzdem arbeiten muss und richtig dreckig wird und auch gar nicht die Zeit ist, sich überall die Schuhe auszuziehen.
7 comments Freitag 26 Feb 2010 | kobalt | Allgemein, Tagesschau
Heute morgen gestikulierte jemand an der Ampel neben mir ganz fürchterlich. Es war 5 Uhr und ein bisschen und ich hätte das elegant ignorieren können. Aber Tobi meinte, ich sollte mal das Fenster runter kurbeln. Fremde Menschen um die Uhrzeit…
Der nette Herr wollte mir aber nur eine schlechte Mitteilung machen: Linkes Rücklicht geht nicht. Ähhh! Sowas artet doch immer in Arbeit aus.
Morgens hab ich dann gleich mal die Bedienungsanleitung (deutsch) meines in Ungarn aus viel Kunststoff und wenig Blech zusammengedengelten Japaners mitgenommen, um schon vor der Mittagspause das Vorgehen herauszufinden. Kinderspiel! Klappe im Kofferraum abnehmen, so eine Kunststoffhalterung rausziehen, da hängt ein Kabel dran und daran ist die Lampe, die irgendwo dann noch reingedreht ist.
10 Minuten nach Beginn der Mittagspause bat ich Tobi dann abzubrechen. Ich würde es Toyota überlassen. Ich bin ein Mädchen und kann sowas genetisch bedingt nicht und Programmierer wohl auch nicht.
Nach Feierabend dann also zu Toyota. Beim kurzen Warten auf den Mechaniker hab ich mich dann schon ein bisschen mit dem netten, großen, schwarzen Toyota-Hund angefreundet.
Der Mechaniker machte dann erst mal so einen Eindruck, als wenn er das in Sekundenschnelle erledigen wollte. Positives Denken ist ja immer von Vorteil.
Ich stand daneben und hab versucht mir das genau anzusehen, aber wir passten nicht beide in den Kofferraum. So scharrte ich ein bisschen mit den Füßen im Schnee. Der Mechaniker ging das erste Mal rein, um Werkzeug zu holen. Ich spazierte ein wenig ums Auto. Der Mechaniker ging das zweite Mal rein, um seine Jacke anzuziehen und seine Mütze aufzusetzen. Der Hund wurde raus gelassen (um mich abzulenken?). Ich kickte dem Hund Eisstücke zu. Der Hund fraß schönen weißen Schnee. Ich scharrte mit den Hufen. Der Mechaniker ging rein, um weiteres Werkzeug zu holen. Der Hund fraß ekelig braunen Schnee. Ich tappste noch mal ums Auto. Der Mechaniker baute das Auto rund um das Rücklicht ab. Als er das Rücklicht in der Hand hatte, konnte er prima die kleine Lampe einsetzen. Der Hund und ich sahen ihm interessiert zu. Er musste nur noch das Auto wieder rund ums Rücklicht anbauen. Der Mechaniker, der Hund und ich gingen zufrieden rein und ich bezahlte 3,18 € für das Lämpchen.
Nächstes Mal fahre ich gleich zu Toyota. Hat ja doch alles keinen Sinn.
11 comments Mittwoch 17 Feb 2010 | kobalt | Allgemein, Tagesschau
Bezug nehmend auf mein Post vom 12.02.2010 und dank der Tagesschau gibt es nun ein neues Bild:
Ich suche (und finde) Quecksilber in der Größe eines halben Zuckerstücks in der Menge Schnee, die Deutschland am 16.02.2010 bedeckt (umgerechnet in Wasser).
Der Bodensee scheint mir ein guter Vergleich für alles zu sein.
2 comments Dienstag 16 Feb 2010 | kobalt | Allgemein, Tagesschau
Ab Montag gehe ich wieder Flüsse retten, kleine Regentropfen zählen und mache mich auf die gefährliche Suche nach dem zuckerwürfelgroßen Stück Quecksilber im Bodensee.
Na ja, der letzte Teil stimmt nicht ganz. Das gefährlich war für die Dramatik. Obwohl, wenn man bei uns eine Nase nimmt oder sich was über die Finger laufen lässt oder sich gar was in die Augen spritzt, dann kann man sich schon was wegholen. Wobei weg durchaus das richtige Wort ist.
Der Bodensee stimmt auch nicht. Nicht mal in Amtshilfe. Aber der hat einen Grund, auf den ich gleich komme.
Der Zuckerwürfel… Man soll ja immer mit Bildern arbeiten, wenn man etwas vermitteln möchte. Und einen Zuckerwürfel, den kann sich ja wohl jeder vorstellen. Genau wie den Bodensee, jedenfalls einigermaßen. Man merkt schon mal, dass das was ziemlich Kleines in was ziemlich Großem ist.
Das ist einfach bildhafter, als wenn ich sage: ich suche das Quecksilberkügelchen mit einem Umfang von 592 µm (fiktiv!) in der Elbe. Hat da jetzt vielleicht einer ein Bild im Kopf. Dann herzlichen Glückwunsch.
Das ist jedenfalls das, was wir Praktikanten und allem was bei uns noch so durchgeht erzählen, wenn es darum geht, in welchen Größenordnungen wir analysieren können.
Und Tobi (der mit dem Hundi) liebt diesen Satz ganz besonders (nicht, Tobi?
) und behauptet, dass er die Praktikantenführungen durchs Elementlabor auch schon machen könnte. Dabei ist der bei uns die ganze Zeit nur auf der Suche nach instabilen Flüssigkeiten und möchte mal Peng und Puff im ganz großen Stil erleben. Machen wir aber nicht, wir brauchen alle noch unsere vollzähligen Extremitäten.
Jedenfalls wird ab Montag nicht mehr so viel getwittert und gebuzzt und ferngesehen und gelesen und geschlafen, sondern da wird wieder gearbeitet. Und das finde ich gut.
3 comments Freitag 12 Feb 2010 | kobalt | Allgemein
Haben Vögel Essenszeiten? Frag ich mich schon seit gestern.
Gestern Nachmittag 17 Uhr herrschte vollkommene Leere an meinem Futterplatz. Genau wie heute morgen um 11 Uhr. Nicht ein Piepmatz zu sehen.
Jetzt, um 13 Uhr, wo jeder anständige Mensch sein Mittagessen verzehrt, ist da unten anstellen angesagt. Und zwar alle Arten an Vögeln, die den Abflug in den Süden versäumt haben.
Da drängt sich die Frage doch geradezu auf, oder? Oder ich hab einfach zu wenig Außenkontakt in der letzten Zeit und mein Gehirn dreht im Leerlauf.
5 comments Freitag 12 Feb 2010 | kobalt | Allgemein, Tagesschau, Tierisch
Nach schon fast zweiwöchigem Sofaaufenthalt bin ich noch immer nicht gezwungen Rote Rosen oder DSDS oder Hans Meiser zu gucken, sondern schöpfe noch immer aus eigenen Aufnahmen. Das ist sehr beruhigend.
Überhaupt bekommt man mal ganz andere Sachen mit. Zum Beispiel wann die Nachbarn aufstehen und vor allem wie laut. Oder wann die Müllabfuhr kommt. Oder wer wie viele gelbe Säcke raus stellt. Alles Sachen, die mich bisher gar nicht beschäftigt haben und es wohl auch in Zukunft nicht tun werden. Aber wissen muss man das ja trotzdem mal.
3 comments Donnerstag 11 Feb 2010 | kobalt | Allgemein, Tagesschau
Gestern hab ich meine verstopften Nebenhöhlen mal zum Supermarkt getragen.
Dabei sind um mich rum Kinder auf der Straße und auf dem Gehweg mit Schlittschuhen gefahren. Fand ich angesichts der Bodenbeschaffenheit eigentlich optimal.
Nur im Supermarkt hätte es mit den Kufen bestimmt Ärger gegeben.
4 comments Mittwoch 10 Feb 2010 | kobalt | Allgemein, Tagesschau
Für die, die nicht in der Gegend rumzwitschern, habe ich trotzdem mal einen Twitter-Tipp:
Soichi Noguchi, ein japanischer Astronaut, twittert von der ISS und schickt uns geniale Fotos aus dem All, wie z.B. dieses hier.
Entweder folgt ihr Astro_Soichi bei Twitter oder ihr guckt ab und zu mal auf seine Twitter-Seite. Die Fotos sind hinter den Links mit twitpic in der URL versteckt.
2 comments Montag 08 Feb 2010 | kobalt | Allgemein, Tagesschau
Nachdem auch die zweite Woche erfolglos zu Ende ging, ein weiteres Telefongespräch mich keine Millimeter weiter gebracht hatte, habe ich am Freitag noch mal eine Mail geschrieben und um endgültige Lösung gebeten. Abfackeln, Sprengung, Versenken im Erdboden. Alles wäre besser, als dass sich gar nichts tut.
Witzig war, dass mir beim Telefonat gesagt wurde, dass da Leute an ihre Pakete gekommen sind, das könnte man im Programm sehen. Aber ja, das Terminal wäre noch immer kaputt. Ich könnte ja mal gucken gehen, vielleicht…
Vielleicht klappte natürlich nicht.
Am Samstag dann ein Rückruf auf meine Mail. Hey, immerhin! Und die Dame brachte mir die Lösung: Man hat nicht nur über die Karte Zugriff auf die Packstation, sonder auch manuell über die eigene Postnummer. Die goldene Karte braucht man eigentlich gar nicht.
Man hat sich überschwänglich bei mir entschuldigt und mir einen Gutschein für eine Paketmarke gemailt. Und wieso mir ihre Kolleginnen das nicht schon gesagt hätten, das konnte die nette Dame sich auch nicht erklären.
Hin, Nummern eingehackt, Tür auf, Zugriff. So einfach.
Auf dem Rückweg ist mir dann eingefallen, wieso ich das nicht gesehen habe, dass man das auch manuell bedienen kann. Ich hab mich nicht durch das ganze Menü gefummelt. “Berühren Sie bitte den Bildschirm…”, sondern gleich die Karte reingesteckt. Die hat dann auch den Start ausgelöst, aber eben nur den mit Kartenoption. Und da war dann ja gleich Ende für mich.
Ende gut, alles gut. Ein blödes Gefühl bleibt. Fast zwei Wochen, in denen ich meiner Sendung hinterher gelaufen bin, dabei wäre es so einfach gewesen.
2 comments Montag 08 Feb 2010 | kobalt | Allgemein, Tagesschau