Ab Montag gehe ich wieder Flüsse retten, kleine Regentropfen zählen und mache mich auf die gefährliche Suche nach dem zuckerwürfelgroßen Stück Quecksilber im Bodensee.

Na ja, der letzte Teil stimmt nicht ganz. Das gefährlich war für die Dramatik. Obwohl, wenn man bei uns eine Nase nimmt oder sich was über die Finger laufen lässt oder sich gar was in die Augen spritzt, dann kann man sich schon was wegholen. Wobei weg durchaus das richtige Wort ist.

Der Bodensee stimmt auch nicht. Nicht mal in Amtshilfe. Aber der hat einen Grund, auf den ich gleich komme.

Der Zuckerwürfel… Man soll ja immer mit Bildern arbeiten, wenn man etwas vermitteln möchte. Und einen Zuckerwürfel, den kann sich ja wohl jeder vorstellen. Genau wie den Bodensee, jedenfalls einigermaßen. Man merkt schon mal, dass das was ziemlich Kleines in was ziemlich Großem ist.

Das ist einfach bildhafter, als wenn ich sage: ich suche das Quecksilberkügelchen mit einem Umfang von 592 µm (fiktiv!) in der Elbe. Hat da jetzt vielleicht einer ein Bild im Kopf. Dann herzlichen Glückwunsch.

Das ist jedenfalls das, was wir Praktikanten und allem was bei uns noch so durchgeht erzählen, wenn es darum geht, in welchen Größenordnungen wir analysieren können.

Und Tobi (der mit dem Hundi) liebt diesen Satz ganz besonders (nicht, Tobi? :-) ) und behauptet, dass er die Praktikantenführungen durchs Elementlabor auch schon machen könnte. Dabei ist der bei uns die ganze Zeit nur auf der Suche nach instabilen Flüssigkeiten und möchte mal Peng und Puff im ganz großen Stil erleben. Machen wir aber nicht, wir brauchen alle noch unsere vollzähligen Extremitäten.

Jedenfalls wird ab Montag nicht mehr so viel getwittert und gebuzzt und ferngesehen und gelesen und geschlafen, sondern da wird wieder gearbeitet. Und das finde ich gut.