September 2010
Monthly Archive
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oder (mit Tobi’s Worten): Es herrscht Krieg.
Dabei fing es doch eigentlich gut an. Geplant waren 30 km auf dem Klötzie-Stieg. Von Hitzacker nach Hitzacker, morgens an der Elbe lang, auf gut 1/3 des Weges ein Gasthaus, dann die restlichen Kilometer im Rundkurs zurück.
Genug zum Essen hatten wir dabei, genug zum Trinken, das Wetter war auch sehr OK.
In Hitzacker konnte das Auto direkt am Einstieg in den Wanderweg geparkt werden, perfekt. Bis dahin.
Einstiegsfoto:
Und kaum hatten wir das Schild gefunden, ging das Dilemma los.
Ich hatte aus “unbekannter Quelle” die Route als GPX besorgt, die hatten wir auf dem GPSr. Und die leitete uns in die Irre, denn wie wir später feststellten, lag die gar nicht auf dem Weg. Zumindest am Anfang. Und da am Start so einige Wanderwege starteten, gingen wir los, waren verwirrt, versuchten auf unsere Route zu kommen, liefen hin und her und kamen nicht vom Fleck. Da wir diese Schilder aber alle finden mussten und nicht schon am Anfang eins verpassen wollten, liefen wir vor und zurück und kamen nach 45 Minuten und 2,5 km wieder am Auto vorbei. Komplett nassgeschwitzt, denn in Hitzacker kann man einiges an Höhenmetern machen. Und das hatten wir zu dieser Zeit schon zweimal gemacht. Super, wenn man nun noch immer 30 km vor sich hat.
Lösung: Route ausgeblendet und nur nach Wegweisern gelaufen. Und dann ging es auch prima. Man soll sich also nicht komplett auf die Technik verlassen.
Dabei ging das Drama jetzt erst richtig los. Wir marschierten durch den Wald und die Mücken hatten ausgeschlafen. In unserer ganzen Geocacher-Karriere hatten wir das noch nicht erlebt. Dazu war die Strecke irgendwie wie Kaugummi. Es ging bergauf und bergauf und bergauf, so dass zumindest ich ständig nass war. Bergauf mag ich nicht, da läuft mir immer die Nase, ich bekomme zu wenig Luft, ich schwitze und bekomme schlechte Laune. Ständig umschwirrt von allen Mücken des Wendlands.
Wir schafften es noch einmal den Weg zu verlieren, weil die Beschilderung sich unter Laub versteckt hatte. Und einmal waren wir uns unsicher, weil auch hier lange kein Dreieck mehr zu sehen war. Also noch mal zurück, zur Sicherheit, aber eigentlich waren wir auf dem richtigen Weg. Unter erschwerten Umständen, wie man sieht.
Irgendwann ging es dann raus aus dem Wald. Herrlich. Nur noch ein paar Mücken wagten es, sich uns weiterhin anzuschließen. Aber dann war es auch schon vorbei mit dem Weg und uns.
Auch wenn es vielleicht nicht so dramatisch aussieht… Links daneben ist ein See, ob der da ursprünglich hin gehörte war nicht zu erkennen. Rechts daneben war die Hafenzufahrt. Wir haben es noch versucht, aber wollten nicht die nächsten über 20 km bis zu den Knien mit Schlamm eingesaut weiter gehen. Tja, so ist das, wenn man Hochwasser hat. Da kommt man einfach nicht mehr überall hin.
Da wir beide ziemlich angenervt von bergauf und Mücken waren, haben wir hier beschlossen abzubrechen und auf dem Radweg nach Hitzacker zurück zu gehen. Nur nicht wieder durch den Wald.
Nur bog der Radweg dann auch irgendwann in den Wald rein. Und natürlich ging es wieder bergauf. Und Tobi auf der Flucht vor den Mücken. So “rannten” wir dann wieder zurück zum Auto, waren fix und fertig (18 km waren es doch geworden) und steuerten noch in Hitzacker die nächste Apotheke an, um was gegen Mückenstiche zu erwerben. Das Foto entstand nach etwa der Hälfte des Weges, da kam noch einiges hinzu.
Zu Hause nur noch Sofa und Buffet aus den mitgeschleppten Nahrungsmitteln.
Wir versuchen es noch mal, wenn Mücken ausgestorben sind oder so.
Ich habe übrigens nicht einen Mückenstich.
4 comments Montag 13 Sep 2010 | kobalt | Allgemein, Geocachen, Tagesschau, Unterwegs
Früh morgens (letzten Samstag) noch dunkler Himmel und Regentropfen auf dem Dachfenster. Und plötzlich, während wir schon die Hoffnung aufgegeben hatten, reißt der Himmel auf. Gut, wenn man manchmal aus dem Fenster guckt.
Ich: Los, Sachen packen, ich hab da ‘ne Tour fertig, den Wochenendeinkauf können wir auf dem Weg erledigen. Zackzack!
Tobi: Oh Gott, ich muss mein Geocachinghandy noch platt machen, neu konfigurieren, diese + jene + jede Software drauf und dies + das einstellen.
Während ich viele Flaschen befülle, meine Rucksack packe, das GPSr und mein Handy mit Caches fülle, mich umziehe, die Wanderstiefel einpacke und dann am Fenster den Himmel beobachte, sitzt Tobi auf dem Sofa und fingert an seinem Geocachinghandy rum, das gern mal spontan neu startet und nur widerwillig der Tour zustimmt.
Und irgendwann sitzen wir in Auto…
Endlich sollte mal eine der geplanten Urlaubs-Touren abgelaufen werden. Keine von den 30ern, dafür ist es schon viel zu spät, aber eine, die ich schon lange auf dem Plan habe. Von Küsten über diverse andere Rundlinge wieder zurück nach Küsten. 12 km ohne Umwege.
Umwege sind aber eingeplant, denn den ein oder anderen Cache auf der Strecke wollen wir auch noch mitnehmen und wenn das Wetter schon mal mitspielt, dann machen wir doch nicht nur lächerliche 12 km
Blöd war, dass wir kaum unterwegs waren, als die unscheinbare Wolke über uns zu tröpfeln begann. Kleine einzelne Tropfen. Da standen wir sowieso grade unter einem Baum. Die Tropfen wurden mehr. Der Baum bot auch nicht mehr wirklich Schutz. Schleusen auf! Regenjacken raus!
So richtig toll ist das alles nicht im Regen, aber umkehren geht auch nicht. Mal mehr und mal weniger Regen, dann war endlich Schluss und dabei blieb es auch bis zum Schluss.
Nette weiße Wolken begleiten uns den Tag über und lassen auch mal die Sonne durch. T-Shirt reicht dort, wo man nicht im Schatten geht und ungeschützt dem Wind ausgesetzt ist.
Wir haben einen schönen Tag, finden alle (!) Caches, sind 5 Stunden und gut 18 km unterwegs.
War wieder schön dort im Wendland. Und hier sind noch mal alle Fotos.
1 comment Dienstag 07 Sep 2010 | kobalt | Allgemein, Geocachen, Tagesschau, Unterwegs
Diesen Ortsnamen hörte ich in der 5. Klasse das erste mal, denn am Ende des Schuljahres ging die erste einwöchige Klassenfahrt in das Gemeinschaftshaus nach Schnackenburg. Herr Krüger, unser Lehrer, musste unsere Pläne (nachts rüber zu den Jungs… kiecher, kiecher) abgehört haben, denn mit laaangen Radtouren, Nachtwanderungen und Schnitzeljagden sorgte er für ausreichende Bettschwere.
Von Schnackenburg blieb mir die Elbe im Kopf, der kleine Hafen und dass Frau Bauer nicht von meinen Künsten des Bettbeziehens überzeugt war und mich und die Decke noch mal aus dem Bettbezug befreite, um das “mal richtig” zu machen.
Und einmal in dieser Woche wurde neben dem Gemeinschaftshaus die Gemeinschaftsdusche angeworfen, damit die besorgten Eltern ihre Brut am Freitag sauber und gut riechend wieder in Empfang nehmen konnte. So war das damals.
Viele Jahre später hatte ich dann meine Ausbildung hinter mir und beim meinem neuen (und noch jetzigen) Arbeitgeber, wurde Schnackenburg wieder aktuell.
Map Channels – Free Mapping Tools
Schnackenburg ist die östlichste Stadt Niedersachsens und die kleinste Stadt Deutschlands. Und – hier kommt nun mein Arbeitgeber ins Spiel – Schnackenburg liegt an der Elbe und an der ehemals innerdeutschen Grenze. Nun war es mit dem Umweltschutz nicht immer so toll und deshalb wurde 1976 (da war ich noch nicht dabei!) dort auf dem Deich eine Messstation gebaut und beobachtet, was da so aus der DDR ins schöne Niedersachsen reingeflossen kam.
Spannend war das schon. Beprobungen in Strommitte sahen dann so aus, dass wir mit Eimer, Messkram und Schwimmwesten, aufs Zollboot stiegen, die mit uns zur Strommitte fuhren und wir dort unseren Eimer wiederholt versenkten, bis alle Flaschen gefüllt waren. Das unter Beobachtung der Aufpasser auf DDR-Seite. Die sich wiederum mit ihrem Boot neben unser Boot setzten und auch ganz oft Fotos von uns machten. Oder uns aus ein paar Metern Entfernung mit dem Fernglas beobachteten. Wo die ganzen Fotos von mir beim Wasserfassen wohl geblieben sind…
Nun jedenfalls die Messstation ist noch immer da, dort werden diverse kontinuierliche Messungen vorgenommen und mit verschiedensten automatischen Probenehmern Proben für unterschiedlichste Messparameter genommen. Und die Messungen Strommitte werden jetzt ganz profan von der Fähre aus gemacht.
Und weil es in Schnackenburg echt schön ist, hab ich gestern Tobi dort mit hingenommen, damit wir mal einen Geocache verstecken und einen Sightseeing-Cache machen konnten. Und als Tobi dann auch noch einen Hund ausgemacht hatte, der mit ihm Bällchen spielen wollte, war er auch total von Schnackenburg angetan.
Hier sind noch ein paar Impressionen von gestern.
Der Hafen, dort fließt der Aland in die Elbe:
Hafeneinfahrt von der anderen Seite, hier ist auch unsere Messstation dunkel zu sehen:
Eine kleine Gasse:
Dorfplatz am Grenzlandmuseum (nebenan warte der Hund mit seinem vollgesabberten Bällchen auf euch):
Wer noch mehr Schnackenburg und auch ein wenig Gartow sehen möchte, der kann bei Flickr gucken.
2 comments Mittwoch 01 Sep 2010 | kobalt | Allgemein, Geocachen, Tagesschau, Unterwegs