Montag und Dienstag haben Tobi und ich zwei Tage Kollegen in Brake geschult. Mit Übernachtung, weil man von uns gut 2,5 Stunden fährt.
Problematisch war es schon morgens noch ein Plätzchen zu finden, wo wir etwas Warmes zu trinken und irgendwas zum Essen bekommen konnten. Aber die Putzfrau eines Cafes (das nicht geöffnet hatte und das ihrer Meinung nach wohl auch zu teuer war), beschrieb uns den Weg zu einem Bäcker, wo man auch schon nach acht Uhr morgens was zwischen die Zähne bekommen konnte. "Ist auch viel günstiger als hier."
Gut, der Cappuccino war nicht der Brüller, aber er war warm und die Brötchen waren lecker. Für die Mittagspause haben wir uns zum Glück auch gleich hier eingedeckt. Der kluge Vegetarier sorgt vor.
Die Schulung verlief dann ganz zufriedenstellend und mittags hätten wir am Montag sogar was in der Kantine bekommen. Wir hatten aber noch ein bisschen am System zu fummeln und für den Nachmittag zu verbessern. Außerdem hatten wir ja unsere Käsebrötchen dabei.
Für den Abend war dann natürlich sowieso ein Restaurantbesuch geplant. Ein Schulungstag macht müde und hungrig, wenn man den ganzen Tag als Trainer, Erzähler, Durchführender, Lehrer oder wie immer man das nennen will, vor der Meute sitzt. Wir ließen uns dann noch Restauranttipps der Einheimischen geben, die uns schon hätten aufhorchen lassen sollen. Eigentlich würde es nur zwei oder drei Restaurants geben. Aha. Alle Fußgängerzone rauf oder runter oder daneben.
Um halb sechs waren wir dann in der Fußgängerzone und das Elend begann… Erst mal bis zum Ende nach oben. Pizza wäre toll. Aber ein Italiener war nicht gefunden. Eigentlich war überhaupt nur ein Bistro gesichtet worden, das in Frage kam. Und ein südländischer Imbiss, der uns am Montag aber überhaupt nicht anzog mit seinen Stehtischen und den anwesenden alkoholisierten Gästen.
Am Ende der Fußgängerzone fragten wir dann einen Passanten nach einer Pizzeria. Er musste überlegen. Dann schickte er uns wieder die Fußgängerzone zurück. Rechte Seite. Nun ja, war ja alles nicht weit. Den Italiener hatten wir auf dem Hinweg übersehen, weil alles dunkel war. Keine Öffnungszeiten zu sehen.
Dann also die Parallelstraße, irgendwo musste es doch was zu essen geben. In der Parallelstraße fanden wir einen Griechen. Auch dunkel. Hier wurde man immerhin darüber informiert, dass Montag Ruhetag war.
Um es kurz zu machen: wir jagten im gesamten Stadtviertel die Straßen hoch und runter. Entweder war Ruhetag oder (so z.B. das Bistro) es wurde um sechs geschlossen oder es gab genau ein vegetarisches Gericht und das waren Ofenkartoffeln. Und ehrlich, nach einem anstrengenden Tag brauche ich was anderes, als eine einzelne Ofenkartoffel. Tobi hätte wohl gleich drei bestellen können. Wir waren frustriert.
Uschi wollte uns ins nächste Restaurant ins 30 km entfernte Oldenburg schicken und es hätte auch nicht mehr viel gefehlt und wir wären gefahren.
Das Ende vom Lied war, dass wir bei Famila im Selbstbedienungsrestaurant eine Portion Pommes gegessen haben. Anschließend gab es beim Türken Fladenbrot mit Gemüse. Und das war lecker.
Und Dienstagabend waren wir dann zu Hause richtig lecker essen. Pizza. In der Fußgängerzone.
Wie sagte am Montag ein Kollege so passend: Die Dienststelle hier ist eigentlich schön, nur leider liegt sie in Brake.