Da bin ich wieder. Mit vielen Eindrücken, Namen schwirren im Kopf rum und alles muss erst mal sortiert werden. Aber meine Ankunft, möchte ich festhalten:
Uschi, die blöde, hat mich nicht zum Ziel gebracht. Auf einmal meinte sie, ich hätte mein Ziel erreicht, das war aber definitiv nicht der Fall. Ich fuhr ja irgendwo durch unbebautes Gebiet. Aber in der Nähe musste ich sein, denn der Ort war der Richtige. Immerhin.
Vom Kreisverkehr führten drei Straßen ab und anstatt die erste zu nehmen, nahm ich erst die zweite (zu einer Gaststätte), dann die dritte (zu einer Klinik) und dann endlich die erste, die zum Harzidyll (*hüstel*) führte. Bei heftigem Regen kam ich an. Zum Glück war dort schon offen und ich konnte den Schlüssel zu meinem Einzelzimmer abholen. Einzelzimmer? Also sie sind in einem Bungalow und teilen sich den mit einer Person. Aber sie haben jeder ein eigenes Zimmer. Das ist also die Definition von Einzelzimmer. Aha. Na, erst mal angucken. Ich bekam eine Wegbeschreibung, wo sich mein “Bungalow” befand und zog mit Koffer und Tasche im strömenden Regen los.
Der allererste Eindruck, nachdem ich die Tür des Holzhäuschens (genannt Bungalow) geöffnet hatte: Hier stinkt es aber gewaltig. Erst mal Fenster auf und Durchzug. Aber der Geruch wollte nicht verschwinden. Warum, wurde nach einer kurzen Inspektion der Räumlichkeit klar: auf dem Bett lag eine kleine, süße Maus, nur leider mausetot. Gegen lebende Mäuse hab ich nichts, aber so tote, die finde ich ein wenig ekelig. Besonders, wenn sie so einen Duft verströmen.

Ich dachte mir, dass ich erst mal auf meine Zimmergenossin warten und dann mit ihr gemeinsam entscheiden würde, was zu tun ist. Die kam dann auch innerhalb der nächsten Minuten und fand diese Einzelzimmerregelung auch nicht OK. Ebenso wie unseren unfreiwilligen dritten müffelnden Zimmergenossen, den sie aber todesmutig entsorgte. Wohin, wird das ewige Geheimnis von drei Frauen bleiben. Danach sahen wir uns das Zimmer einer weiteren Anreisenden an. Was dann wirklich ein richtiges eigenes Zimmer war. Mit richtigem Bad, statt getrennter Dusche und Toilette. Und Laminat, statt fadenscheinigem Teppich und Duschkabine, statt eines an einem klebenden Duschvorhangs. Und ohne Schimmel an den Wänden.
So haben wir uns dann auch um “richtige” Zimmer bemüht und auch bekommen. Warum nicht gleich so? Waren doch genug Einzelzimmer frei. Und dann wurde fast alles gut. Aber wir waren ja auch nicht zum Essen da. 