Alle Jahre wieder…

…läuft Chef mit der Inventurliste durch die Gegend und versucht Informationen zu Artikeln und Verpackungseinheiten zu bekommen.
Anfang des Jahres zählen jeweils zwei Inventurpaare in acht Dienststellen und haben unterschiedliche Meinungen, wie das heißt, was sie da zählen. Man muss dann aus einer riiiiiiesigen Artikelliste, die lediglich auf die Teile vorsortiert ist, die man schon im Vorjahr gezählt hat, genau den Artikel herausfinden. Allein für Pipettenspitzen fallen mir etliche Varianten ein und die Kollegen in den anderen Dienststellen sind da noch mal genau so kreativ: Pipettenspitzen, Pipettentips, Tips, epTips, Eppendorf Tips, Eppendorf Pipettenspitzen, usw. Dazu dann noch diverse Volumeneinheiten vorweg. Und jeder, der seine Bezeichnung nicht findet, trägt sie neu in die Liste ein.
Ein paar Leute (wie mein Chef), machen sich dann während des Jahres daran, diese Sachen wieder unter einem Begriff zusammenzufassen. Damit man seinen Artikel bei der nächsten Inventur wieder nicht findet und ihn erneut in die Liste aufnimmt. Murrend, weil man genau weiß, dass man das doch im letzten Jahr schon zugefügt hat.
Witzig ist auch, dass mein Chef heute mit lauter Sachen ankommt, die wir definitiv nicht haben, weil wir so eine Art Gerät gar nicht besitzen. Steht aber unter unserem Kürzel. :o ps:

Aber Anfang des nächsten Jahres, werden wir zwei Inventurpaare uns hier wieder auf die Pirsch nach Pipettenspitzen und Co. begeben und alles wird gut.

Liest er mit?

Er hat einen Laubsauger.

Aus der Liste der lautesten Laubsauger.

Und ihn interessieren auch keine Ruhezeiten. :down:

Schlafmittel ohne Nebenwirkungen

Heute Nacht wurde ich um halb eins davon wach, dass irgendwas über mir auf dem (unausgebauten) Dachboden rumtobte. Ich kann nur vermuten, dass das ein Marder war. Jedenfalls kommt das ein paar Mal im Jahr vor und macht zu nachtschlafender Zeit einen unglaublichen Krach. Jeder Versuch, wieder einzuschlafen schlug fehl, weil es oben immer wieder rumpelte, wenn ich grade eindöste.

Nach einer halben Stunde wurde es mir zu bunt, immerhin würde mein Handy mich in 3 Stunden schon wieder wecken. Ich war ja müde, aber diese ungewohnten Geräusche ließen mich einfach nicht wieder einschlafen. Deshalb hab ich mich dann selber ausgetrickst. Ich habe den Fernseher angemacht. Im Gebrabbel ging die Boden-Turnstunde unter und ich konnte prima wieder einschlafen. Fernsehen kann ich nämlich ganz toll ausblenden.

Märchenzeit

Heute hatte ich einen Anruf auf dem AB von meinem Papa, der mir sein morgen selbstgebackenes Kümmelbrot offerieren wollte:

Heute brau ich, morgen back ich, übermorgen hol ich der Königin ihr Kind.

Mal abgesehen davon, dass Herr Rumpelstilzchen heute gebacken und morgen gebraut hat, ist das doch ein schreckliches Deutsch: hol ich der Königin ihr Kind. Da schüttelt’s einen doch, oder? :mrgreen:

Keine heiße Asche einfüllen

:o ps: Da ist mir ja diese Woche was passiert…

Ich hab auf meinem Gasherd Kartoffeln gekocht und steh natürlich nicht die ganze Zeit daneben. Was aber ziemlich nah daneben war, war ein Küchenhandtuch. Da es aus reiner Baumwolle war, loderte es zwar nicht auf, aber es glimmte (glomm darf man auch sagen, hab ich grade nachgegooglet) vor sich hin und brannte ein klein wenig. Ich habs zum Glück noch rechtzeitig bemerkt. War nur eine Ecke angekokelt. Ich hab es zusammengeknüllt, das Glimmen erstickt (so dachte ich) und es gleich draußen in die Mülltonne entsorgt. Sonst stinkt ja die ganze Wohnung. Damit war die Sache für mich erledigt.

Am nächsten Tag fragte meine Nachbarin von unten, ob bei mir was gebrannt hätte. Hab ich ihr die Geschichte erzählt. Und sie mir die von der Mülltonne. Das Glimmen hatte ich wohl doch nicht ganz erstickt. Anstatt das Ding nass zu machen… Jedenfalls hat sich das Glimmen wohl in der Tonne erholt und das Handtuch muss da rumgeschwelt haben. Es hat sogar die Tonne angeschmolzen und das ist von außen zu sehen. Zum Glück hat es kein Loch gegeben und die Tonne ist noch einsatzfähig. Und morgens war es auch aus. Trotzdem ganz schön blöd. Hätte auch anders ausgehen können. :down:

Und meine Nachbarin hatte den ganzen Tag ein schlechtes Gewissen, weil sie dachte, sie hätte ihre Kippen nicht richtig aus gemacht.

Benutzerfreundlich Fehlanzeige

Dass Haushaltsgeräte von Männern entworfen werden, denen es egal ist, ob in den unzähligen Ritzen und Rillen, die sie mit einbauen, irgendwann mal die Reste eines Mittagessens rausgeputzt werden müssen, das kennen wir Frauen ja schon.

Aber dass sie auch bei Digitalkameras versagen, das verwirrt mich nun doch.

Meine erste Digicam war eine Casio QV 3500 EX. Schweineteuer damals. Aber ich musste sie haben. Sie war auch ganz OK, nur doch ziemlich schwer und klobig. Nix mit Schnappschüssen oder so.

Und weil ich mit Casio nicht unzufrieden war, gönnte ich mir Anfang des Jahres eine Casio Exilim EX Z600. Für Schnappschüsse ist die Kamera prima. Sie ist schnell und macht auch ganz gute Fotos. Allerdings kann man Nahaufnahmen oder Macromodus vergessen. Das ist echt Mist. Im Vergleich zu ihrer Vorgängerin verliert sie um Längen. Aber es gibt noch ein paar Macken.

Das Runterladen der Fotos und das Laden des Akkus geht nur und ausschließlich über so eine "Station". So ein Teil, wo man die Kamera reinstellen muss.
Fährt man also in den Urlaub, dann darf man zu den ganzen Ladegeräten für Handy, PPC und sonstwas, auch noch diese unhandliche Ladeschale mitnehmen. Sehr praktisch. :???:

Und dann Aufnahmen mit dem Stativ… Da wird es dann richtig lustig. Um mal eben ein frisch geschossenes Foto am Rechner anzusehen, muss man, um die Ladeschale zum Runterladen nutzen zu können, das Stativ abschrauben. Fummel, fummel. Und danach wieder anschrauben. Und wieder ab und wieder an. Oder gar nicht zwischendurch ansehen. Aber auf dem kleinen Kameradisplay kann man ja nicht wirklich erkennen, wie eine Aufnahme geworden ist.

Also kam mir ein anderer Gedanke: ich nehme die Speicherkarte aus der Kamera und lade über den Kartenleser die Fotos runter. Ja, in der Theorie eine gute Idee. Lediglich bei der Umsetzung hakt es. Das Speicherkartenfach lässt sich nämlich nicht öffnen, wenn das Stativ angebaut ist. Es stören zwar nur Millimeter, aber keine Chance, ohne den Deckel abzubrechen.

Merkt sowas bei Casio keiner? Können die nicht einfach zum Laden irgendwo ein Kabel anschließen, dass sich auch auf Reisen viel einfacher verstauen lässt, als so eine Schale? Und zum Runterladen wäre der Anschluss eines Standard-USB-Kabels echt praktisch gewesen. Das hat doch eh jeder am Rechner hängen. Da hätte man dann auch mit dem Stativanschluss überhaupt keine Probleme.

Bei der nächsten Kamera pass ich aber auf, dass die nicht wieder diese Macken hat. Mal sehen, was die dafür nicht kann.

Mythos entkräftet

Wir haben in den letzten Tagen daran gearbeitet einen Internetmythos zu widerlegen: Tastaturen kann man ganz toll in der Spülmaschine sauber bekommen. Wobei ich sagen muss, dass die Aussage soweit sogar stimmt.

3 Tastaturen wurden in der Spülmaschine gewaschen, 40 °C, wenig Spülmittel, Stecker in einer Tüte wasserdicht verpackt, mit dest. Wasser nachgespült. Hinterher gut getrocknet.

Und? 3 Tastaturen kaputt. Entweder gingen einzelne Tasten nicht mehr oder Totalausfall.

Aber schön sauber waren die wirklich. Porentief rein.

Montagmorgen

Minustemperaturen, Eis kratzen mangels Garage, keine Zeitung.

Nachtrag: dies war eigentlich ein 5:30 Uhr-Post. Wo sich das so lange rumgetrieben hat, wissen nur die EDV-Götter.

Perlendrehen Teil 5 – die Nacharbeit und Allgemeines

Damit sind wir dann schon fast am Ende angekommen. Jetzt kommt die Arbeit, die ich nicht so gern mache:

Perlen vom Dorn zwingen und ausputzen:
Nachdem die Perlen sich schön im Vermiculit entspannen konnten, stellt man die Dorne mit den Perlen in eine Schale mit Wasser. Nun löst sich das Trennmittel mehr oder weniger ab und die Perle kann vom Dorn gedreht werden. Manchmal muss man eine Zange zur Hand nehmen, um den Dorn festzuhalten. Er ist ja so dünn, dass man ihn nicht so gut greifen kann und das Trennmittel hält doch teilweise ganz schön fest.
Hat man die Perle gelöst, befinden sich noch Trennmittelreste im Perlenkanal. Denen kann man nun mit diversen Hilfsmitteln an den Kragen gehen. Ich benutze eine ganz feine Feile mit kleinem Durchmesser. Schön alles rauskratzen und nicht am Perleneingang rumfeilen, sonst ist der nachher zerkratzt. Dies ist dann auch der Moment, in dem die Perlen meistens das Zeitliche segnen, wenn sie entweder nicht gut genug entspannen konnten oder wenn man Glas erwischt hat, das sich nicht verträgt. Kann aber auch irgendwann später passieren.
Hier sind noch zwei Beispiele für kaputte Perlen. Leider ganz aktuell, da es grade ein Problem mit Klarglas gibt.

Inkompatibilität der Gläser, Risse kreuz und quer

nicht genug entspannt, zwei schöne Hälften
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Ansonsten ist die Perle nun fertig und kann weiter verarbeitet werden, wenn man möchte.

Fertig und Ende. ;)

Hier noch ein paar Links zum Gucken und Staunen. Ich kann hier ja nur eine kleine Auswahl verlinken, konnte mich nicht entscheiden und hab jetzt mal einfach in den großen Topf gegriffen. Ich werde auch nicht kommentieren, sonst komm ich aus dem Schwafeln gar nicht mehr raus.
Anastasia
Carol Holaday
Corina
Elizabeth Johnson
Kati
Sarah
Carlee

Und ganz zum Schluss ein Geheimnis: Ich kann gar keine schönen runden, gleichmäßigen Perlen mit Löchern genau in der Mitte machen. :shock:
Ich kann nicht grade und gleichmäßig. Egal was, nicht nur beim Perlen. Ich sehe es einfach nicht. Ich gucke auf die Perle und kann nicht erkennen, ob sie gleichmäßig ist. Also wenn sie wie ein Tropfen runter hängt, dann sehe ich das natürlich schon, aber wenn es um einen Millimeter geht…
Soll ich nun deshalb mit dem Perlen aufhören? Nö. Das ist halt so. Wer schreibt den vor, dass Perlen symmetrisch sein müssen? Gibt es ein deutsches Perlengesetz (was mich jetzt nicht wirlich wundern würde)? Muss ich mit dem Perlenkontrolleur rechnen, wenn es klingelt? “Frau kobalt, wir haben gehört, dass sie Perlen machen. Ich muss die jetzt mal mit dem Messschieber vermessen und wenn die nicht gleichmäßig sind, dann können sie aber mit einer fetten Strafe rechnen und ihren Perlenbrenner, den werde ich dann auch gleich stilllegen.”
Also meine Perlen sind so, wie ich sie mache für mich richtig. Meinetwegen sollen alle anderen doch Perfektionisten sein, das bin ich auf anderen Gebieten. Beim Perlen möchte ich Spaß haben.

Meine Perlen sind unrund! Und das ist gut so! :mgreen:

 

Perlendrehen Teil 1

Perlendrehen Teil 2 – das Glas

Perlendrehen Teil 3 – das Zubehör

Perlendrehen Teil 4 – in der Flamme

Beim Bäcker ist immer was los

Am Samstag, da ist es beim Bäcker in meinem Stammsupermarkt immer voll. Da ja am nächsten Tag keine Möglichkeit zum Einkauf besteht (nur die Sonntagsbrötchen zwischen 8:30 und 11 Uhr), könnte es durchaus zum Tode durch Verhungern kommen, wenn man sich nicht am Samstag noch in die Schlage der Hungernden einreiht. So wie auch ich.

Zwei Kunden vor mir eine Frau, ca. Mitte 40 (oder auch nur so aussehend), lange, graue, ungepflegte Haare, Typ "späte und ausschließliche Mutter", öko-angehaucht.

Zu ihr gehören drei Kinder im Alter von geschätzten 3-8 Jahren, die sich über den Vorraum des Supermarktes verteilen. Die drei sollen sich ein Brötchen aussuchen. Natürlich kauft sie nicht einfach drei Brötchen, sondern überlässt ihren Kindern die Wahl. Was sich schwierig gestaltet, wenn Kind damit beschäftigt ist mit Einkaufwagen zu spielen, sich den Flaschenrückgabeautomaten anzusehen, mit kleinen, dreckigen Schuhen auf der Kundenbank rumzulaufen oder den anderen Kunden irgendwie auf die Nerven zu gehen.

Während sie brüllend versucht ihre Kinder zur Brötchenwahl zu bewegen, wartet die Schlage. Ein Kind entscheidet sich aus der Ferne. Kind 2 und 3 reagieren 0. Die Schlage wartet. Die Bäckereifachverkäuferin starrt vor sich hin, man hat den Verdacht, sie hat den Atem angehalten.

Die Frau läuft Kind 2 + 3 hinterher, um sie zur Wahl zu bewegen, erfolglos. Nun entscheidet die Frau, dass sie dann eben bezahlt und Kind 2 + 3 leer ausgehen. Das ist der Startschuss für die Kinder. Sie brüllen, schreien, weinen, kreischen. Zwei hysterische Kinder. Mama bleibt zwar konsequent, aber blubbt dafür die Verkäuferin an. Völlig überfordert, die Frau.

Als sie endlich fertig ist und den Bollerwagen mit Einkäufen hinter sich herziehend mit den brüllenden Kindern den Laden verlässt, treffe ich den Blick der Bäckereifachverkäuferin. Wir verdrehen die Augen. Die zweite Verkäuferin wirft "Weißt du jetzt, warum ich keine Kinder will?" ein. Sie erzählen noch, dass das jeden Samstag so geht. Wenn der Vater dabei ist, ist es noch viel schlimmer.

Während ich zu meinem Auto gehe, ist Familie Bollerwagen noch nicht sehr weit gekommen. Ich höre, wie die Frau in einer Tour die Kinder anblökt, die das aber in keinster Weise interessiert.

Und ich bin froh, wieder in meine 60 m² kinderfreie Zone zurück zu können.

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