oder (mit Tobi’s Worten): Es herrscht Krieg.
Dabei fing es doch eigentlich gut an. Geplant waren 30 km auf dem Klötzie-Stieg. Von Hitzacker nach Hitzacker, morgens an der Elbe lang, auf gut 1/3 des Weges ein Gasthaus, dann die restlichen Kilometer im Rundkurs zurück.
Genug zum Essen hatten wir dabei, genug zum Trinken, das Wetter war auch sehr OK.
In Hitzacker konnte das Auto direkt am Einstieg in den Wanderweg geparkt werden, perfekt. Bis dahin.
Einstiegsfoto:

Und kaum hatten wir das Schild gefunden, ging das Dilemma los.

Ich hatte aus “unbekannter Quelle” die Route als GPX besorgt, die hatten wir auf dem GPSr. Und die leitete uns in die Irre, denn wie wir später feststellten, lag die gar nicht auf dem Weg. Zumindest am Anfang. Und da am Start so einige Wanderwege starteten, gingen wir los, waren verwirrt, versuchten auf unsere Route zu kommen, liefen hin und her und kamen nicht vom Fleck. Da wir diese Schilder aber alle finden mussten und nicht schon am Anfang eins verpassen wollten, liefen wir vor und zurück und kamen nach 45 Minuten und 2,5 km wieder am Auto vorbei. Komplett nassgeschwitzt, denn in Hitzacker kann man einiges an Höhenmetern machen. Und das hatten wir zu dieser Zeit schon zweimal gemacht. Super, wenn man nun noch immer 30 km vor sich hat.
Lösung: Route ausgeblendet und nur nach Wegweisern gelaufen. Und dann ging es auch prima. Man soll sich also nicht komplett auf die Technik verlassen.
Dabei ging das Drama jetzt erst richtig los. Wir marschierten durch den Wald und die Mücken hatten ausgeschlafen. In unserer ganzen Geocacher-Karriere hatten wir das noch nicht erlebt. Dazu war die Strecke irgendwie wie Kaugummi. Es ging bergauf und bergauf und bergauf, so dass zumindest ich ständig nass war. Bergauf mag ich nicht, da läuft mir immer die Nase, ich bekomme zu wenig Luft, ich schwitze und bekomme schlechte Laune. Ständig umschwirrt von allen Mücken des Wendlands.
Wir schafften es noch einmal den Weg zu verlieren, weil die Beschilderung sich unter Laub versteckt hatte. Und einmal waren wir uns unsicher, weil auch hier lange kein Dreieck mehr zu sehen war. Also noch mal zurück, zur Sicherheit, aber eigentlich waren wir auf dem richtigen Weg. Unter erschwerten Umständen, wie man sieht.

Irgendwann ging es dann raus aus dem Wald. Herrlich. Nur noch ein paar Mücken wagten es, sich uns weiterhin anzuschließen. Aber dann war es auch schon vorbei mit dem Weg und uns.

Auch wenn es vielleicht nicht so dramatisch aussieht… Links daneben ist ein See, ob der da ursprünglich hin gehörte war nicht zu erkennen. Rechts daneben war die Hafenzufahrt. Wir haben es noch versucht, aber wollten nicht die nächsten über 20 km bis zu den Knien mit Schlamm eingesaut weiter gehen. Tja, so ist das, wenn man Hochwasser hat. Da kommt man einfach nicht mehr überall hin.
Da wir beide ziemlich angenervt von bergauf und Mücken waren, haben wir hier beschlossen abzubrechen und auf dem Radweg nach Hitzacker zurück zu gehen. Nur nicht wieder durch den Wald.
Nur bog der Radweg dann auch irgendwann in den Wald rein. Und natürlich ging es wieder bergauf. Und Tobi auf der Flucht vor den Mücken. So “rannten” wir dann wieder zurück zum Auto, waren fix und fertig (18 km waren es doch geworden) und steuerten noch in Hitzacker die nächste Apotheke an, um was gegen Mückenstiche zu erwerben. Das Foto entstand nach etwa der Hälfte des Weges, da kam noch einiges hinzu.

Zu Hause nur noch Sofa und Buffet aus den mitgeschleppten Nahrungsmitteln.
Wir versuchen es noch mal, wenn Mücken ausgestorben sind oder so.
Ich habe übrigens nicht einen Mückenstich.