Bodensee und rundum 05. – 12.06.2010
Samstag, 5. Juni 2010 Uelzen – Lindau
Der Start stand unter keinem guten Stern. Am Dienstag war ich mit meinem Auto liegen geblieben und der vermutete kleine Schaden wurde zum worst case. Zylinderkopfdichtung und diverses Zubehör, Auto in der Werkstatt, anstatt mit Tobi und mir am Bodensee. Nun steht es wenigstens trocken in der Werkstatt. Und wir waren dann mit Tobis Auto unterwegs. Was nun blöderweise die Fahrtkosten doppelt so teuer macht. Aber ist ja nicht zu ändern und soll uns den Urlaub nicht vermiesen.
Nachdem ich dann am Samstagmorgen Cappuccino in die Thermobecher gefüllt hatte, teilte Tobi mir mit, dass sein Auto (neben der kaputten Klimaanlage) auch keine Dosenhalter hat. Gibt es doch gar nicht, aber ist wirklich so. Musste ich den Cappu eben zwischen den Knien balancieren.
Nachdem wir alles Gepäck dann systematisch im Auto verteilt hatten, kamen Uschi und die beiden Handies an den Zigarettenanzünder. Hatten wir mal kurz am Freitag schon ausprobiert. Heute passierte aber nichts anderes, dass die Sicherung des Zigarettenanzünders durchbrannte. Morgens um sieben in unserer kleinen Stadt. Juchu. Aber ohne Uschi war nicht zum Bodensee zu kommen. Also noch mal an die Tanke und Sicherungen geholt. Irgendwann mussten wir dann noch mal auf einen Parkplatz und die nächste durchgeknallte Sicherung austauschen. Dann haben wir nur noch Uschi und ein Handy an den Strom gelassen und hatten für den Rest des Weges Ruhe.
Die Fahrt war ereignislos, lang und warm. Gegen halb vier kamen wir in Lindau bei schönstem Wetter an. Unsere Vermieterin kam uns gleich mit dem Schlüssel entgegen und wies uns in die Wohnung ein. Super schön dort. Tolle Wohnung, super Aussicht in alle Richtungen, schöne Umgebung und viel Ruhe.
Erst mal ging es gleich zum Einkaufen, um die Leere im Kühlschrank wenigstens ein wenig zu füllen. Und dann war es schon wieder Zeit um was in den Bauch zu bekommen. Im Auto hatten wir lange genug gesessen und geschwitzt, diesmal wollten wir zu Fuß schwitzen.
Ein kleiner Einkauf im Lindau-Center und dann ging es auf die Insel, wo wir den Tipp „Alte Post“ bekommen hatten. Da in Lindau an diesem Wochenende grade Segeltage sind und reichlich Menschen unterwegs, haben wir zwar leider keinen Platz mehr draußen bekommen, waren aber froh, dass wir trotzdem geblieben sind und drinnen gegessen haben. Mann, wie lecker! Absolut köstlich.
Anschließend haben wir die Insel noch umrundet, den Löwen begrüßt, Tobi hat das restliche Loch im Bauch noch mit einem Crepe gefüllt und dann ging es so weit wir möglich am See entlang wieder zur Wohnung. Steiler Aufstieg auf den letzten Metern und 14 km sind zu Fuß auch noch zusammen gekommen, zu den 750 km mit dem Auto.
Jetzt geht es noch unter die Dusche und dann ab ins Bett.
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Sonntag, 6. Juni 2010 Rapplochschlucht + Lindau
Geschlafen haben wir wie zwei Steine. Ich bin eingeschlafen und pünktlich um 7 Uhr wieder wach geworden. Das ist meine einprogrammierte Aufwachzeit. Dann kann man auch gleich aufstehen.
Um halb acht waren dann auch schon unsere bestellten Brötchen an der Wohnungstür. Das nenne ich mal Service. Und weil es so schön war und der Balkon noch im Schatten lag, haben wir sogar draußen gefrühstückt.
Danach musste erst mal die Technik stimmig gemacht werden. Dabei stellte sich heraus, dass wir gar nicht daran gedacht hatten, dass wir auf dem GPSr, also dem Geocache-Suchding, gar keine Österreichkarte haben. Musste auch so gehen. Zur Not hatten wir ja Karten auf den Androiden.
Dann ging es los Richtung Österreich, zur Rapplochschlucht. Dort hatten wir einen Geocache im Visier. Und es ging alles recht langsam. Aber da man eine ganze Zeit einen tollen Blick auf den See und immer auf die Berge hatte, war es zumindest für die Beifahrerin recht nett.
Der Cache-Owner hatte eine Parkkoordinate hinzugefügt, so dass wir dort sogar kostenlos parken konnten. Klasse.
Wanderschuhe an und los. Auf dem Hinweg haben wir viele Fotos gemacht und haben dementsprechend lang gebraucht. Eigentlich sollte es auch ein Rundweg werden, aber der Scheitelpunkt war zumindest für uns Flachländer nicht mehr als Weg zu erkennen. Plötzlich war einfach kein Weg mehr da. Ende. Ein wenig ratlos sind wir dann wieder unseren Hinweg auch zurück gegangen. Und diesmal waren wir auch viel schneller. Blöderweise ist Tobi auf einer Treppe ausgerutscht und hat statt sich lieber seine Kamera runter geworfen. Fand ich auch besser. Leider hat die Kamera jetzt zwei dunkle Punkte auf den Bildern und wir können nicht sehen, wo das her kommt. Kamera kaputt.
Die Schlucht, die bei uns wohl Klamm heißen würde, war jedenfalls toll. Allerdings hatten wir zu der Hitze eine fürchterliche Luftfeuchtigkeit. *ächz Wie sich da manche Leute zum Grillen und Sonnen mitten in das nur leicht durchflossene Flussbett setzen können, ist mir schleierhaft. Wir waren jedenfalls über jeden Schatten froh.
Auf dem „Nach-Hause-Weg“ mussten wir mal bei McD das Magnum-Frappe probieren. Genau das richtige für so einen heißen Tag.
Nach einer kleinen Pause in der Wohnung zog es uns aber schon wieder raus nach Lindau. Wir mussten ja noch was essen und einen Lindauer Geocache hatten wir auch noch nicht.
Deshalb haben wir uns erst mal noch ein Stück weiter nach oben bewegt, auf den Hoyerberg, auf eine Plattform, wo auch ein Funkmast steht und mal von ganz oben nach unten ins Tal gesehen. Schön war es da oben. Und ein Cache war auch ganz in der Nähe. Nur leider waren wir ohne Kugelschreiber unterwegs. Kein Log, kein Fund sozusagen.
Also erst mal auf die Insel, wo heute verkaufsoffen war und einen Kugelschreiber organisiert.
Dann haben wir uns ein Plätzchen zum Essen gesucht und leckere Rucola-Pizza weggehauen.
Auf dem Rückweg waren dann noch ein paar Umwege für den einen oder anderen Cache drin und als wir fast wieder oben auf dem Berg bei unserer Wohnung ankamen, fielen die ersten Tropfen. Obwohl es überall ganz schön dunkel war, haben wir außer ein paar Tropfen nichts abbekommen.
Mal sehen, ob sich das Wetter für uns die nächsten Tage noch ein wenig zusammenreißt.
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Montag, 07. Juni 2010 Konstanz und Reichenau
Heute Nacht haben wir komischerweise beide nicht so gut geschlafen. Deshalb bin ich auch mal bis 7:15 Uhr liegen geblieben.
Und dann das Wetter… Bindfadenregen. Ganz toll. Schnell das Internet bemüht und mal geguckt, wie es in Konstanz aussieht. Bewölkt, aber kein Regen, also heute über den See rüber.
Ab Meersburg geht eine Autofähre nach Konstanz. Für 12,50 € nicht ganz billig, spart aber eine Stunde Fahrt. Am Bodensee kommt man nämlich überall nicht ganz so schnell voran, wie wir schon bemerkt haben.
In Konstanz sind wir erst mal in die Stadt und in das nächste Cafe reingefallen. Da gab es so ein weißes Frappe-Zeugs, das mal richtig lecker war. Und inzwischen rissen die Wolken auf und wo immer einen die Sonne erwischte, bruzzelte es lustig.
Wir sind ein bisschen hin und her gelaufen, haben hier und dort geguckt, haben mittags einen Happen vom Bäcker geholt und sind dann Richtung Mainau. Fehler!
Dort stellten wir nämlich fest, dass wir pro Nase 15,90 € Eintritt zahlen sollten. Und wir haben nicht lange überlegt, dass es uns das nicht wert ist. Tobi mag ja gern in der Natur rumlaufen, aber so richtig mit Pflanzen hat er es nicht so. Für die Hälfte hätten wir es uns mal angesehen.
Neuer Plan: Reichenau.
In einem der kleinen Orte geparkt und Richtung See. Da sind wir dann knappe zwei Stunden rumgelaufen, haben vergeblich versucht in einem geschlossenen Restaurant Bodenseebrause zu bekommen und sind dann wieder an Land. Reichenau ist auch schön. Leckere Erdbeeren haben die da und man kann für ganz umsonst am Wasser lang laufen. Wir waren zufrieden mit unserer Entscheidung.
Zurück ging es dann allerdings am Ufer entlang. In Friedrichshafen mussten wir noch Licht für roots_car kaufen. Das Abblendlicht hatte den Geist aufgegeben. Und zufällig landeten wir dort bei einem Italiener, wo man herrlich draußen im Schatten sitzen und Nudeln essen konnte.
Zurück waren wir dann gegen halb acht. Jaja, ganz entspannt heute früh zurück sein und noch in Ruhe… Unter die Dusche und aufs Sofa fallen war aber auch alles.
Jetzt muss noch ein bisschen was für morgen vorbereitet werden. Morgen geht es auf den Berg!
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Dienstag, 08. Juni 2010 Pfänder
Geweckt wurden wir mit grauem Himmel. Was nicht so schlimm war für unser Vorhaben den Pfänder zu besteigen. Tobi wollte nämlich unbedingt zu Fuß rauf. Unsere Vermieterin hatte erstaunt die Augenbrauen hochgezogen. Normalerweise fährt man da mit der Pfänderbahn rauf. Aber wir hatten uns eine Tour bei gpsies.com rausgesucht. Das Höhenprofil machte mir Sorgen.
Wir sind ja normalerweise auch viel zu Fuß unterwegs, aber eben im Flachland. Und Höhenmeter sind nicht so mein Ding, muss ich zugeben.
Es ging also erst mal los nach Österreich und an unserem Startpunkt in … war ein Parkplatz. Von dort aus, so sagte ein Schild, sollte es 2 ¼ Stunden bis zum Pfänder gehen. 2 ¼ Stunden bergauf. Tolle Aussichten. Und es ging auch gleich richtig steil los. Inzwischen hatte sich auch die Sonne eingestellt und der Weg war ungeschützt. Ich fühlte mich wie auf dem Grill. Der Schweiß lief nur so.
Aber irgendwann wurde es besser und wir stellten fest, dass wir viel schneller unterwegs waren, als die Schilder uns sagten.
Der Weg ging dann durch den Wald, war nicht immer so sehr steil und mit dem ein oder anderen kurzen Päuschen war es doch ganz gut zu schaffen. Auch wenn wir scheinbar wirklich die Einzigen waren, die zu Fuß auf den Pfänder unterwegs waren.
Nach 1 ¼ Stunden waren wir dann oben und hatten sogar noch einen Geocache gefunden.
Wir hatten Glück, dass wir um 10:27 Uhr an der Adlerwarte ankamen, denn um 10:30 Uhr war Einlass für die Flugvorführung.
Außer uns waren zwar noch etliche Schulklassen und andere Zuschauer dort, aber es gab genug Platz und die Vorführung war echt schön. Publikumslieblinge waren die Geier mit ihren riesigen Flügelspannweiten. Und auch zu Fuß waren die ganz schön schnell unterwegs.
Nach der Vorführung ging es dann noch ein paar Meter höher auf den Gipfel. Und zur Belohnung gab es ein Eis.
Toller Ausblick in alle Richtungen. Leider mit den Knipsen auch nicht ansatzweise festzuhalten.
Tobi hat mich dann noch zu einem Geocache genötigt, für den man noch mal runter und vor allem hinterher wieder rauf musste. Aber auch das war noch drin.
Um ins Tal zu kommen, haben wir uns dann aber die Pfänderbahn gegönnt. Leider gab es da einen kleinen Gedankenfehler. Denn unser Auto stand nicht in Bregenz im Tal, sondern einige Kilometer davor.
Wir sind aber erst mal ein wenig durch Bregenz gelaufen, haben ein wenig gerastet und sind dann am See lang Richtung Auto zurück. Das war zwar ein schöner Spaziergang, aber es war inzwischen auch ganz schön heiß. Aber irgendwann waren wir dann auch erfolgreich wieder am Auto angekommen.
Und dann erst mal „nach Hause“.
Nach der Dusche war es schon wieder viel besser und wir mussten auch definitiv noch mal los, um ein paar Kleinigkeiten zu besorgen und was in den Bauch zu bekommen.
Die Pause in der Wohnung war dann also auch schon wieder nicht allzu lang.
Essen gab es heute wieder auf der Insel. Günstiges Parken ist aber nur vor der Insel und so hieß es auch am Abend noch mal die Füße bemühen.
Dafür fiel der restliche Abend um so kürzer aus. Wir waren echt platt.
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Mittwoch, 09.Juni 2010 Affenberg, Pfahlbauten, Meersburg
Langsam wird es anstrengend. Das Aufstehen und die Füße und überhaupt alles sagt einem, dass man grade Sachen macht, die man sonst nicht so macht.
Heute war ein normaler Sightseeing-Tag geplant. Und wir wussten, dass es sehr heiß werden sollte. Das waren ja mal Aussichten, wenn man einige Zeit im unklimatisierten Auto verbringen sollte.
Frühstück gab es natürlich auf dem Balkon, auch wenn der Himmel noch grau war. Schon während des Frühstücks kam die Sonne durch und noch steckte man freiwillig ein Bein in die warmen Sonnenstrahlen. Das sollte sich im Laufe des Tages noch ändern.
Erster Punkt heute war der Affenberg bei Salem. Begrüßt wurden wir dort jedoch von unzähligen Störchen, die überall Nester hatten und sich als nicht allzu scheu erwiesen.
Zum Affenberg ging es an einem See vorbei, in dem man Fische, ich glaube, dort gab es in erster Linie Karpfen, füttern konnte.
Der Affenberg hatte dann natürlich noch einen separaten Zugang, an dem man noch ein wenig aufgeklärt wurde, wie man sich verhalten sollte. Affen sind nun mal keine Haustiere. Nicht streicheln, nicht die Wege verlassen, nur die Affen füttern, die auf den Absperrungen sitzen. Zum Füttern bekam man am Eingang eine Handvoll ungesüßtes Popcorn.
Der erste Affe ließ auch nicht lange auf sich warten und es war schon irgendwie ein seltsames Gefühl. Man hat schon Respekt vor den Viechern und das ist auch gut so.
Überall am Weg stand Personal, das bereitwillig Auskunft gab. Und natürlich waren überall Affen.
Der Berg ist dicht bewaldet, so dass es herrlich schattig war und weil wir am Ende des Rundgangs noch ein bisschen Popcorn hatten, sind wir gleich ein zweites Mal rum.
Die Affen sind auf jeden Fall einen Besuch wert.
Anschließend kurze Pause im Schatten mit einer kühlen Apfelschorle und einem kleinen Imbiss und dann ging es weiter zu den Pfahlbauten nach Unteruhldingen, was nur ein paar Kilometer von Salem entfernt ist.
Inzwischen hatte die Temperatur einen Sprung gemacht und Plattheit stellte sich ein.
Bei den Pfahlbauten ist eine 45-minütige Führung mit dabei und unserer Führerin bemühte sich uns nicht in der Sonne stehen zu lassen. In den Lehmhäusern war es zum Glück angenehm kühl auf dem Wasser.
Hier durfte man sogar mal was anfassen und die Führung war sehr lebendig.
Wir dafür um so weniger. Noch ein bisschen allein dort rumgelaufen und dann in die nächste Eisdiele reingepurzelt, um ein Spaghettieis zu verdrücken.
Als letzen Punkt hatten wir noch Meersburg auf dem Plan. Dort waren wir zwar auch, aber wegen der Temperaturen ist Meersburg irgendwie zu kurz gekommen. Wir sind nur von einem schattigen Platz zum nächsten getaumelt. Dabei ist Meersburg ein wirklich hübsches Örtchen mit kleinen steilen Gässchen. Immerhin haben wir einen tollen Aussichtspunkt mit Bank im Schatten gefunden und haben eine ganze Zeit lang die Aussicht auf den See und die gegenüberliegenden, mit Schnee bedeckten Berge genossen.
Dann nur noch zurück. Abends gab es heute mal Brot, wir hatten einfach keine Lust uns noch mal raus zu quälen.
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Donnerstag, 10. Juni 2010 Wasserburg
Aufwachen und fürchterlich erledigt sein. So fühlte sich das heute Morgen an. Wir saßen alle beide völlig energielos beim Frühstück. Eigentlich wollten wir heute zur Klamm, aber danach war uns überhaupt nicht. Zumal die nicht grade um die Ecke ist und noch etwa 1,5 Stunden Fahrt je Strecke zu erledigen sind.
Also sind wir erst mal sitzen geblieben, nach dem Abwasch. Und als die Sonne auf uns drauf scheinen wollte, haben wir den Sonnenschirm aufgestellt. Und irgendwann sind wir dann rein gegangen und haben Avatar geguckt, der war nämlich grade vorher noch von Amazon angekommen.
Und daaaannnn… -inzwischen war es halb drei- haben wir uns auf den Weg in den nächsten Ort, nach Wasserburg gemacht.
Inzwischen war es wieder brütend heiß und hier war ein ganz schöner Wind aufgekommen. Keine Segelboote auf dem See, alle Tretboote festgezurrt.
Aber schön war es da am Wasser. Im Schatten war es endlich mal auszuhalten. Und viel mehr haben wir auch nicht gemacht. Bisschen durch den Ort geschlendert, hier gesessen, da was getrunken und irgendwann dann mal wieder was zum Essen gesucht. Kein Wort darüber, wollen wir aus dem Gehirn löschen.
Zurück in die FeWo und wieder aufs Sofa gefallen.
Das war mal dringend nötig nach den vielen Aktivitäten. Man sagt uns, es wäre Föhn, das erklärt es natürlich.
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Freitag, 11. Juni 2010 Breitachklamm
Heute waren wir wieder fit. Juchu! Das musste auch so sein, denn heute hatten wir noch einen Punkt auf dem Plan, der unbedingt sein musste, die Breitachklamm.
Nicht so ganz dicht bei, 80 km und knappe 1,5 Stunden Fahrt ins Allgäu.
Fahren im Gebirge ist ja für uns Flachländer echt aufregend. Hoch und runter und viele Kurven um die man vorher nicht rumsehen kann. Aber auf einmal sind dann die Berge ganz schön nah. So nah auch nicht, aber man hat halt das Gefühl.
Die Klamm liegt in der Nähe von Oberstdorf und schon auf der Fahrt gab es viel schöne Landschaft zu sehen.
Parken 1,50 €, Eintritt 3 €, die Preise waren OK. Man konnte dann am Ende der Klamm weiter wandern und durch die Klamm wieder zurück mit der Eintrittskarte.
Die Klamm war echt ein Erlebnis. Zumal es schon wieder bannig warm war. Hier gab es Schatten und Kühle. Herrlich. Und das rauschte so schön.
Auf dem Hinweg haben wir ewig gebraucht, weil wir so viele Fotos gemacht haben. Am Ende haben wir uns dann für den Aufstieg zur Alpe Dornach entschieden. Gute Wahl. Es ging zwar noch mal richtig nach oben, dafür haben wir dort draußen im Schatten gesessen und köstliches Käsebrot und einen ebenso köstlichen Salat geteilt. Bei einem Anblick, den man gern mit nach Hause nehmen möchte.
Dann ging es zurück durch die Klamm, in einem Bruchteil der Zeit, die wir für den Hinweg gebraucht haben.
Wir sind dann noch mal rein nach Oberstdorf, haben aber gemerkt, dass es uns reicht, dort mal eine Runde mit dem Auto zu drehen und wieder Richtung Lindau zu verschwinden.
Wegen einer Baustelle haben wir auch einen komplett anderen Weg nehmen müssen und so kam Tobi um die Fahrt mit der Sommerrodelbahn. Er jammert jetzt noch.
Zurück im der Wohnung wurden dann schon mal ein paar Sachen in den Koffer gesteckt und noch mal auf die Insel zum Essen. Überbackene Seelen in Mike’s Irish Pub. Sollten verboten werden, weil man hinterher sterben will.
Dann mussten wir uns noch vom Löwen im Hafen verabschieden und als letzte offizielle Aktion in Österreich tanken. 25 Ct/l billiger als bei uns. Nun lassen wir den letzten Abend noch ausklingen und morgen klingelt um 6 Uhr das Handy.
Die Woche ist im Fluge vergangen, wir haben aber auch echt viel gesehen und erlebt.
Die Wohnung war klasse, wir hatten hier (abgesehen von unseren Nachbarn, die scheinbar beide Stöckelschuhe tragen) absolute Ruhe. Zum guten Schlaf haben wir aber auch selber beigetragen. Und das bombastische Wetter. Ein wenig kühler hätte es sein können, aber wir wollen uns nicht beschweren. Geregnet hat es nur nachts, wir hatten keinen einzigen schlechten Tag. Die mitgenommenen Jacken waren absolut überflüssig, außer T-Shirts haben wir nichts gebraucht. Die Wanderschuhe sind ausreichend zum Einsatz gekommen, aber wir haben auch lecker gegessen, an schönen Plätzen ausgeruht oder einfach nur mal in den See gestarrt.
Hier kann man wieder herkommen.
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[...] Erholung am Bodensee Das war es dann schon wieder mit unserem Urlaub. Diesmal ging es an den Bodensee. Und es begann gar nicht so toll. Zum Glück lief die Woche dann aber reibungslos, wir hatten [...]
Schöööööööööööööööööön, ich glaube da möchte ich auch gerne mal hin! Hört sich sehr gut und Ihr habt tolle Berichte verfasst – wenn ich Tobi auch an dieser Stelle loben darf!
– ich weiß Ihr habt nicht so oft Urlaub, aber auch das normale Leben daheim war immer interessant zu lesen. Mir fehlen deine täglichen Notizen!
Bitte mehr davon!
Also für euch Radfahrer ist das dort auch ein Traum. Bodenseeradweg. Wir haben gefühlt etwa genau so viel Rad- wie Autofahrer gesehen.
Ja, du hast Recht, ich bin faul geworden. Tobi hat auch schon geschimpft. Ich find nur irgendwie nix zu erzählen. Werd mich bessern.
Bodensee *träum* Da gefällts mir auch total gut, wir waren im Mai 3 Tage in Friedrichshafen, da kann mans echt aushalten
Ich glaube, da ist es an jeder Ecke schön. Allein der See, die Berge. Dabei hatte ich es nie so mit Bergen. Aber wenn sie dann da sind, machen sie eine echt gute Figur.